Freimaurer auf Mallorca ehren ihre Verstorbenen

Gedenken mit 33 Glockenschlägen: Logenmitglieder trafen sich vor einem Dichter-Denkmal in Palma

03.12.2015 | 02:30
An dem Denkmal für Rubén Darío in Palma spielte zunächst ein Cellist. Dann wurde der verstorbenen Freimaurer gedacht.

Mallorcas Freimaurer-Logen bemühen sich weiter um Öffentlichkeit: Bereits im zweiten Jahr in Folge hielten sie am vergangenen Samstag (28.11.) um Punkt 12 Uhr eine Gedenkfeier vor der Statue des nicaraguanischen Dichters Rubén Darío in Palma ab. Knapp 20 schwarzgekleidete Männer, Vertreter der neun auf der Insel aktiven Logen, nahmen in Begleitung von Familienangehörigen und Freunden an der Feier teil. Darunter waren auch deutsche Freimaurer.

Wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist, spielte zunächst der Cellist Oriol Pau Stücke von Bach. Dann gedachte der Große Meister der Großen Provinzialloge der Balearen, Antoni Serna, derjenigen Freimaurer , die in den "Ewigen Orient" eingezogen sind, sowie derer, die noch heute der Verfolgung ausgesetzt seien. Gleichzeitig – wir sind im 21. Jahrhundert – erinnerte Serna auch an alle anderen Opfer von Verfolgung und Gewalt und insbesondere derjenigen der Terroranschläge in Paris.

Die Gedenkfeier schloss mit 33 Glockenschlägen und der Niederlegung eines schlichten weißen Kranzes vor dem Denkmal am Paseo Marítimo. Rubén Darío (1867-1916) gilt als einer der Begründer der modernen spanischen Dichtung und war ein Freimaurer. Anfang des 20. Jahrhunderts besuchte der Nicaraguaner zweimal Mallorca. /ck

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