Paris Hilton: "All das Schlechte vergessen"

Die Millionärserbin über Partyspaß und Attentate, Donald Trump und Lingerie

10.08.2016 | 12:45
„Wenn ich innehalte und nachdenke, erschreckt mich das." Es ist nicht so, dass Paris Hilton – hier bei einem Fotoshooting auf Ibiza – nicht von der Weltlage beunruhigt wäre.
„Wenn ich innehalte und nachdenke, erschreckt mich das." Es ist nicht so, dass Paris Hilton – hier bei einem Fotoshooting auf Ibiza – nicht von der Weltlage beunruhigt wäre.

Das mittlerweile 35-jährige It-Girl Paris Hilton ist zu einem festen Bestandteil des Ibiza-Sommers geworden. Die Urenkelin des Gründers der Hilton-Hotels und zukünftige Erbin eines Teils des milliardenschweren Familien­vermögens tritt als DJane bei den Foam?&?Diamonds-Partys in der Diskothek Amnesia auf. Das Gespräch führte ein Mitarbeiter der MZ-Schwesterzeitung „Diario de Ibiza".

Was macht Ihre DJ-Karriere, Frau Hilton?
Ich arbeite seit mittlerweile sechs Jahren als DJane, und es ist mein viertes Jahr als Resident-DJane hier. Ich bin sehr stolz und glücklich darüber, dass meine Foam?& Diamonds-Partys zu den erfolgreichsten auf Ibiza gehören.

Sie bringen diesen Sommer eine neue Single heraus?
Ja, aber ich habe so viel zu tun, dass ich sie noch gar nicht aufnehmen konnte. Ich habe das Lied komponiert, und der Rhythmus steht, jetzt muss ich nur noch den Gesangspart aufnehmen.

Außerdem präsentieren Sie jeden Sommer ein neues Parfüm.
Das ist jetzt schon mein Parfüm Nr. 22. Es heißt Gold Rush, und ich bin sehr froh darüber, dass es so gut ankommt.

Und Ihre Mode-Kollektionen?
Ich habe neue Kollektionen von Taschen, Schuhen, Kosmetika, Nägeln, Schmuck, Lingerie und Uhren. Also von so ziemlich allem. Ich weite gerade die Produktpalette aus.

Auch Kindersachen?
Aber selbstverständlich. Ich finde Kinder wunderbar, und ich nehme regelmäßig an Benefizveranstaltungen für Kinder teil, denen es nicht so gut geht.

Vergangenes Jahr sagten Sie, dass Sie auch an einem Hotel­projekt arbeiten und an eigenen Beachclubs. Verfolgen Sie das weiter?
Das läuft gut, auch daran arbeite ich. Es meiner Familie im Immobiliengeschäft nachzutun – für mich ist das ein Traum. Das erste Projekt wird gerade Wirklichkeit, ich bin sehr stolz darauf.

Sie reisen viel. Fühlen Sie sich angesichts der vielen Attentate und Unglücke auf der Welt noch sicher?
Es ist furchtbar, was da alles passiert, die jüngsten Attentate in Frankreich und Deutschland sind schrecklich. Es macht mir Angst, wenn ich daran denke. Ich reise viel von einem Land ins andere, und ich bin eine Prominente, die sehr wohl ein Anschlagsziel darstellen könnte. Da läuft es mir kalt den Rücken herunter.

Es scheint Ihnen nicht viel auszumachen.
Ich bin ein freier, starker Mensch, und habe vor nichts Angst, aber wenn ich innehalte und nachdenke, erschreckt mich das. Ich achte jetzt immer darauf, was in meinem Rücken geschieht.

Sie mögen den engen Kontakt zum Publikum. Werden Sie darauf verzichten?
Ich bin gerne frei, gehe immer alleine aus. Andere Prominente sind mit zehn Leibwächtern unterwegs. Ich gehe gerne mit meinen Freunden aus und bin gerne normal. Ich möchte sein wie alle anderen auch. Darauf werde ich nicht verzichten.

Glauben Sie, dass die Probleme auf der Welt lösbar sind?
Es ist sehr traurig, was da geschieht. Verrückte, die Unschuldige töten und ihren Familien Schaden zufügen. Dabei ist es doch vollkommen gleichgültig, ob du Mann, Frau, Muslim, Christ, Jude, heterosexuell oder schwul bist. Wir sind doch alle Menschen, leben auf dieser einen Welt. Wenn die Menschen sich weiterhin solche Sachen antun, wird das hier zu einem ganz schrecklichen Ort. Das muss aufhören. Ich bin jemand, dem es Spaß macht, dem Publikum Freude zu bereiten und Liebe zu schenken, und der deswegen im besten Club der Welt auftritt.

Sie reden ungerne über Politik, aber wie sehen Sie den Wahlkampf in den USA?
Ich bin hier auf Ibiza so beschäftigt, dass ich keinen einzigen Tag Fernsehen geschaut habe. Ich kenne Donald Trump, seit ich ein Kind bin, er ist ein guter Freund meines Vaters. Ich glaube, er ist ein außerordentlicher Unternehmer. Die Medien gefallen sich da­rin, Prominente schlecht zu machen und zu verurteilen. Donald ist sehr prominent, und er ist im Auge des Hurrikans. Ich weiß nicht, wer gewinnen wird, aber wer auch immer es sein wird, ich hoffe, es ist der bessere Mensch.

Wovon träumt Paris Hilton?
Meine Geschäfte weiter auszubauen, glücklich zu sein, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen, um zu tanzen, Spaß zu haben und all das Schlechte zu vergessen. Denn das Leben ist kurz.

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