Lotería de Navidad: So funktioniert die spanische Weihnachtslotterie

Am 22. Dezember regnet es wieder Geld vom Himmel. Wen wird sie diesmal beglücken?

22.12.2016 | 11:20
Weil die Weihnachtslotterie so ausgespielt wird, wie sie ausgespielt wird, und die Spanier ein geselliges Völkchen sind, ist die Freude meist kollektiv.

Kurz vor Heiligabend fiebert ganz Spanien vor dem Fernseher: Der 22. Dezember ist der Tag des „El Gordo", des „dicken" Hauptgewinns der Weihnachtslotterie Sorteo de Navidad. Die Sonderziehung der Lotería Nacional ist im Hinblick auf die auszuschüttende Gesamtsumme in Milliardenhöhe die größte Lotterie der Welt. Die Ziehung ähnelt der beim Lotto, dauert aber über dreieinhalb Stunden. Schüler des Colegio San Ildefonso aus Madrid – einem ehemaligen Waisenhaus für Jungen, das heute eine Schule für schwer erziehbare Kinder ist – tragen die Losnummern und die Gewinne mit hohen Stimmen singend vor.

Die Weihnachtslotterie basiert auf Losen mit fünfstelligen Nummern. Von jeder der 100.000 möglichen Nummern werden dieses Jahr
165 Serien aufgelegt. Ein ganzes Los (billete) kostet 200 Euro. Es teilt sich auf in zehn Zehntellose (décimos), die für 20 Euro verkauft werden. Alle Lose zusammen haben einen Wert von 3,3 Milliarden Euro.

70 Prozent davon werden wieder ausgeschüttet: Das macht 2,31 Milliarden Euro. Der Hauptpreis – der Dicke – beträgt vier Millionen Euro pro billete (400.000 Euro je décimo). Daneben gibt es noch etliche ­weitere Gewinnmöglichkeiten. Die Lose werden über die offi­ziellen Verkaufsstellen von Loterías y Apuestas del ­Estado vertrieben. Da dort jeweils bestimmte Serien verkauft werden, ist die Freude beim Gewinn oft kollektiv. Außerdem spielt man in Spanien ohnehin gern in der Gruppe: So setzen ganze Bürogemeinschaften, Freundes­kreise oder Stammgäste einer Bar auf eine Nummer.

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