MZ-Karikaturist Pau designt Sant-SebastiÓ-Plakat

Die Feierlichkeiten zur Ehren des Stadtpatrons von Palma de Mallorca werden mit kritischer Botschaft beworben

15.11.2017 | 18:13
Ein armer, kleiner Sant SebastiÓ wei▀ gar nicht wohin bei so vielen Teufeln.

Pau Rodríguez, besser bekannt als MZ-Karikaturist Pau, hat den Plakatwettbewerb für die Feierlichkeiten zu Ehren des Stadtpatrons von Palma de Mallorca gewonnen. Der Zeichner, der seit 2003 für die Seite 16 zeichnet, wurde am Mittwoch (15.11.) von der Jury für seine humorvolle Interpretation des Heiligen Sebastian als Märtyrer gelobt.

Auf dem Plakat ist ein mit Pfeilen durchbohrter Heiliger zu sehen, der mitten auf der Straße steht, während eine ganze Armee an Teufeln selbige bei roter Ampel überquert. "Es ist meine Art zu sagen, dass der Heilige bei seinem eigenen Fest kaum noch eine Rolle spielt", sagte Pau gegenüber der MZ. "Alle achten mehr auf die Teufel als auf den eigentlichen Sinn des Festes." Die rote Ampel sei ein ironischer Wink, dass die Regeln bei der Feier außer Kraft treten.

Die Feierlichkeiten zu Sant Sebastià finden jährlich am Vorabend des 20.1. statt. Die Stadt feiert das Fest mit öffentlichem Grillen auf vielen Plätzen und in Bars. Daneben gibt es auf mehreren Bühnen kostenlose Konzerte.


Was die Palmesaner so hören wollen

Um die Auswahl der Bands hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Streit gegeben. Die Stadt hatte daraufhin eine Stelle für einen musikalischen Koordinator ausgeschrieben, der für Frieden sorgt. Der Historiker Tomeu Canyelles erhielt den Zuschlag. Zusammen mit der Stadträtin für bürgerliche Teilhabe, Eva Frade, präsentierte er am Dienstag (14.11.) eine Studie zu den musikalischen Vorlieben der Palmesaner und ihrem Verhältnis zum Stadtfest.

Bei der Befragung von 505 Bürgern kam heraus, dass rund 60 Prozent in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal dem Fest beigewohnt haben. Wenig überraschend kam heraus, dass vor allem junge Leute Interesse daran haben. Die am meisten gewünschten Musikstile sind Rock, Pop, Indie und HipHop. Ältere Mitbürger sehnen sich nach klassischer Musik und den Hits der 60er und 70er-Jahre.

Die Stadt will nun auf Grundlage der Studienergebnisse ein Programm erstellen, das die Bewohner der Stadt glücklich macht.  /pss

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