Gesunde Ernährung hilft gegen Übersäuerung. Trinkkuren entschlacken den Körper

12-08-2008  
Enviar
Imprimir
Aumentar el texto
Reducir el texto
Der Verzehr von frischem Gemüse und Obst hält Säuren und Basen im Gleichgewicht.  Foto: DM

SONJA ROHRBACHER Übersäuerung gilt als eine der gefährlichsten Zivilisationskrankheiten, denn die Gesundheit unseres Körpers ist abhängig von einem Säure-Basen-Gleich-gewicht. Tatsache ist, dass uns die Natur keine Nahrung anbietet, die Säuren enthält, und deshalb unser Stoffwechsel auf die Verwertung von Säuren auch nicht angelegt ist.

Die Übersäuerung des Körpers entsteht durch jahrelange falsche Ernährung vor allem mit denaturierten Nahrungsmitteln, falsche Essgewohnheiten und Lebensweise. Zu viel Eiweiß, Zucker, Alkohol, Koffein und gesättigte Fettsäuren, aber auch Nikotin, Umweltgifte, Medikamente sowie unverarbeitete Stress- und Seelenbelastungen rufen das Ungleichgewicht hervor. Die Säuren gelangen zuerst ins Blut, dann ins Bindegewebe und werden nach und nach über die Niere oder Lunge ausgeschieden. Bevor Säuren in den Urin abgegeben werden, müssen sie durch Basen neutralisiert werden. Ist das Bindegewebe allerdings überlastet und kann keine weiteren Säureschübe mehr aufnehmen, bleiben diese oft in den Gelenken hängen, wo sie schmerzhafte Entzündungen verursachen, zum Beispiel Arthrose.

Solange der Körper noch Basen aus dem Bindegewebe, den Blutgefäßen und Knochen entnehmen kann, versucht er, damit den Säureüberschuss zu neutralisieren. Dadurch aber wird der Körper entmineralisiert, die Adern und Knochen werden brüchig, was unter anderem zu Osteoporose, Schlaganfall oder Herzinfarkt, aber auch zu Rheuma, Gicht, Nierensteinen, Karies, Ekzemen, Haarausfall und Wirbeldeformationen führen kann. Sodbrennen ist beispielsweise immer ein Notruf des Magens nach fehlenden Basen. Durch die aufsteigende Säure beim Sodbrennen wird die empfindliche Speiseröhre verätzt und mit der Zeit immer mehr geschwächt.

Tipps bei Übersäuerung

Der Übersäuerung entgegenwirken kann man durch eine basenreichen Ernährung. Bis zur Mittagszeit sollte man möglichst nur Früchte essen. Obst ist die ideale Nahrungszufuhr zu Tagesbeginn: Ananas, Äpfel, Erdbeeren, Datteln, Feigen, Mangos, Wassermelonen, Himbeeren und Heidelbeeren, Kirschen, Orangen, Pfirsiche, Papayas, Pflaumen, Trauben und auch Mandeln oder Haselnüsse sind besonders basisch. Weiter sollte immer genügend Gemüse auf dem täglichen Speiseplan sein, weil es zu den mineralstoffreichsten Lebensmitteln zählt, dazu gehören vor allem Karotten, Kohlrabi, Linsen, Lauch, Kürbis, Rote Bete, Spinat und Petersilie. Eine schnelle Reinigungswirkung hat Spargel.

Als Getränk ist eine ausreichende Menge Wasser empfehlenswert, und dies sollte möglichst ohne Kohlensäure sein. Mit Teststreifen kann der ph-Wert im Körper regelmäßig überprüft werden.

Essensregeln
Weitere Tipps zur Vermeidung von Übersäuerung:
- Man sollte natürliche Nahrung und diese möglichst frisch zubereitet essen.
- Es ist wichtig, in Ruhe zu essen und gründlich zu kauen.
- Es ist gesund, Pellkartoffel zu essen.
- Man sollte Gewürze statt Salz verwenden.
- Spätabends sollte man nicht essen.
- Es ist ratsam, wenig oder kein Fleisch zu essen.
- Gelegentlich sollte man fasten.

Entschlackung
Da durch säurehaltige Lebensmittel Ablagerungen im Darm entstehen, ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit eine sanfte Darmreinigungskur zu machen, zum Beispiel eine Colon-Hydro-Therapie.

Eine wirksame Entschlackung erfolgt in drei Schritten: Die Körperschlacken müssen aufgelöst werden. Dadurch werden die an Mineralstoffen gebundenen Säuren wieder gelöst und ausscheidungsfähig. Die aktiven Säuren können dann durch eine Basenflut durch große Aufnahme von Mineralstoffen und Spuren- elementen neutralisiert werden.

Das ist jedoch mit basischer Ernährung alleine nicht zu schaffen. Dazu braucht man eine sinnvolle Nahrungsergänzung. Am Ende müssen die so neutralisierten Säuren ausgeschieden werden. Dafür eignen sich Trinkkuren, basische Vollbäder und eine sanfte Darmreinigung. Keiner der drei Schritte ist für sich alleine ausreichend, erst alle drei zusammen sichern den Erfolg.

Es ist wichtig, sich immer optimal zu ernähren und auch hin und wieder Fastenpausen einzulegen. Es genügt natürlich nicht, nur einige Wochen die basische Ernährung einzuhalten und dann wieder so weiterzumachen wie vorher. Hier geht es um eine grundlegende Änderung der Ernährungsgewohnheiten, und nur ein Schritt-für-Schritt-Vorgehen bringt eine dauerhafte Veränderung im Alltag.

Es liegt in unserer Hand, die Wirkung der Entsäuerung und des ständigen Säure-Basen-Gleichgewichtes zu nutzen, um sich in einem gesunden Körper wohl zu fühlen.

Die Autorin ist Oecotrophologin und Ernährungsberaterin in der Clínica Picasso in Palma, Tel.: 664-52 83 87, sonja@slimway-mallorca.de

Nachricht melden
 


  Zeitungbibliothek
  LERNEN SIE UNS KENNEN:  KONTAKT |  REDAKTION |  ANZEIGEN-TEAM     WERBUNG:  TARIFE
mallorcazeitung.es gehört zur Verlagsgruppe  Editorial Prensa Ibérica
Die vollständige oder teilweise Verwendung der über dieses Medium angebotenen Inhalte ohne ausdrückliche Genehmigung der Mallorca Zeitung ist untersagt. Nach Gesetz LPI, Artikel 32,1, 2. Paragraf ist jedwede Reproduktion verboten.
 


  Avís legal
  
  
Andere Medien der Gruppe Editorial Prensa Ibérica
Diari de Girona  | Diario de Ibiza  | Diario de Mallorca  | Empordà  | Faro de Vigo  | Información  | La Opinión A Coruña  |  La Opinión de Granada  |  La Opinión de Málaga  | La Opinión de Murcia  | La Opinión de Tenerife  | La Opinión de Zamora  | La Provincia  |  La Nueva España  | Levante-EMV  | El Boletín  | Regió 7  | Superdeporte  | The Adelaide Review  | 97.7 La Radio  | Blog Mis-Recetas