Speisetafel des Wohlbefindens

29-01-2009  
Ein gutes Essen stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.
Ein gutes Essen stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.  Foto: dpa

SONJA ROHRBACHER Liebe geht bekanntlich durch den Magen, und richtig romantisch wird das erste Date erst bei einem gemütlichen Dinner zu zweit. Es ist auch kein Zufall, dass Geschäftstermine gerne mit einem Essen verbunden werden. Bei gepflegtem Speisen steigt die Stimmung und es lässt sich leichter verhandeln.

An den grauen Tagen merken wir es alle: Essen macht gute Laune. Ein Stückchen Schokolade oder ein frischer Kaffee – und die Stimmung steigt merklich. Viele Nahrungsmittel enthalten Substanzen, die direkt oder indirekt unsere Stimmung beeinflussen. Die Lust nach zuckerhaltigen Leckereien an den graueren Tagen lässt sich einfach erklären: Der in den Süßwaren enthaltene Zucker verhindert über komplizierte biochemische Prozesse im menschlichen Körper den Mangel am Gute-Laune-Stoff Serotonin.

Es reichen kleine Mengen aus, um die Serotonin-Produktion in Ihrem Körper anzuregen. Bei der Aufrechterhaltung eines positiven Gemütszustandes haben aber auch die Vitamine eine entscheidende Funktion. Antriebslosigkeit, Tristesse und Abgeschlagenheit können auch mit einer Unterversorgung an Vitaminen und Mineralstoffen zusammenhängen. Wenn also ein trüber Tag aufs Gemüt drückt, liefern uns bestimmte Lebensmittel die notwendigen Inhaltsstoffe und die entsprechenden Hormone für ein Stimmungshoch.

Vor allem Bananen, Äpfel, Ananas, Walnüsse, Tomaten, Johannisbeeren, Kiwis, Auberginen, Melonen, Pflaumen, Stachelbeeren, Brokkoli, grünes Blattgemüse und andere folsäurereiche Lebensmittel wie Spinat, Wirsing, Erbsen oder Chinakohl sollten ein fester Bestandteil Ihrer Ernährung sein. Wer auf Schokolade nicht verzichten will, sollte sich Grenzen setzen, damit nicht die Waage ein unerwünschtes Ergebnis anzeigt.

Und seien Sie sich bitte immer bewusst: Mahlzeiten, die Sie unter Zeitdruck, in Verbindung mit intensiven Gesprächen oder negativen Gedanken zu sich nehmen, kann Ihr Körper nicht optimal verdauen. Sie produzieren so unverdaute Nahrungsrückstände, die den gesamten Organismus verschlacken und belasten. Nur in einem positiven Gemütszustand können wir unsere Nahrung wirklich gut verdauen. Deshalb sollten Sie Ihre Mahlzeiten in einer bewussten und liebevollen Atmosphäre einnehmen. So können Sie mit jedem Bissen entspannen und versuchen zu spüren, wie Sie mehr und mehr ernährt werden und so den Rest des Tages positiv gestimmt, fit und leistungsstark erleben, denn die Beziehung zwischen Ihrem Essen und Ihren Gefühlen ist eine wechselseitige.

Die Autorin ist Oecotrophologin und Ernährungsberaterin in Palma, Tel.: 664-52 83 87.

Hier tanken Sie Glücksstoffe

Avocados steigern die Denk-leistung.

Bananen hellen die Stimmung auf.

Brokkoli regt an, regeneriert, fördert die Denkleistung.

Blumenkohl hilft dem Gehirn und dem Kreislauf auf die Sprünge.

Möhren stärken die Konzentration und beruhigen die Nerven.

Grünes Gemüse macht glücklich.

Nüsse sind gut für Gehirn, Nerven, Muskeln und Stabilisierung des Blutdrucks.

Kartoffeln machen gute Laune und schenken Power.

Hülsenfrüchte regulieren Stressgefühle und heben die Stimmung.

Paprika hebt die Laune und verlängert angeblich das Leben.

Rote Bete stimuliert und stärkt die Nerven.

Schwarzwurzeln beseitigen Ermüdungserscheinungen.

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