Essen mit Köpfchen

19-03-2009  

DR. MED. STEFAN KAMP Heutzutage umfasst eine gesunde Ernährung ein breites Angebot an Bestandteilen: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Körner und Nüsse, Fisch und sogar Pflanzenöl wie zum Beispiel Olivenöl. Ein gesunder Ernährungsplan wird oft in Form einer Pyramide dargestellt. Diese Nahrungspyramiden skizzieren verschiedene Nahrungsmittelgruppen, die, so sie in der richtigen Menge verzehrt werden, die Grundlage einer gesunden Ernährung bilden.

Nahrungsmittel, die häufig und regelmäßig auf dem Speiseplan vorkommen sollen, bilden die Basis der Pyramide. Nahrungsmittel, die seltener und in geringeren Mengen verzehrt werden sollen, findet man an der Spitze der Pyramide. Es gibt viele verschiedene Nahrungspyramiden, wir haben uns an der mediterranen orientiert, um Ihnen an diesem Beispiel aufzuzeigen, wie Sie Ihre Ernährung sinnvoll umstellen können.

Alle Nahrungspyramiden raten zu denselben Essgewohnheiten: mehr Früchte, Gemüse und Vollkorn essen, Aufnahme von gesättigten oder teilhydrogenisierten Fetten – sogenanntes trans fat – Cholesterin, Süßigkeiten und Salz reduzieren, wenn überhaupt Alkohol, dann nur in Maßen. Auch die Kontrolle der Essensportionen und der Gesamtzahl der Kalorien ist wichtig, und letztlich die Aufnahme von körperlicher Betätigung in den Tagesplan.

Sie können zum Beispiel ein Essensprotokoll über mehrere Tage führen. Dann vergleichen Sie, welcher Anteil Ihrer Nahrung aus den einzelnen Ebenen der Pyramide kommt. Wenn Ihre Nahrung sich zu sehr aus den oberen Bereichen zusammensetzt, stellen Sie Ihre Ernährung anhand von kleinen Schritten in Richtung Basis um. Dazu nützliche Tipps: Suchen Sie sich eine Auswahl an Nahrungsmitteln aus jeder großen Gruppe aus. So stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Kalorien, Proteine, Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe bekommen. Mit einer breit gefächerten Auswahl an Nahrungsmitteln sorgen Sie dafür, dass Ihr Speiseplan abwechslungsreich bleibt.

Gleichen Sie Ihren Essensplan an Ihren persönlichen Geschmack und Ihre Vorlieben an. Zum Beispiel muss eine Portion Getreide nicht unbedingt eine Scheibe Roggenbrot bedeuten. Es kann wilder Reis, Vollkorn-Pasta, Gries, Maismehl-Muffins oder sogar Popcorn sein. Kombinieren Sie Nahrungsmittel aus den einzelnen Hauptgruppen miteinander, so wie es Ihnen schmeckt. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wählen Sie Ihre Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten mit Bedacht. Holen Sie das Optimum aus dem, was Sie essen. Wählen Sie aus den einzelnen Gruppen die nahrhaften Komponenten. Wenn Sie auf gewisse Nahrungsmittel verzichten müssen – zum Beispiel auf Molkereiprodukte wegen Laktose-Intoleranz – wählen Sie andere Produkte aus, die vergleichbare Anteile an Bestandteilen haben.

Der Autor ist Urologe in der Clínica Picasso in Palma, Tel.: 971-22 06 66.

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