Hochsaison für Zeckenbisse

07-05-2009  
So sehen die Tierchen aus: Zecke auf Menschenhaut.
So sehen die Tierchen aus: Zecke auf Menschenhaut.  Foto: dpa

DR. PETER FLEISCHHAUER Sie sind wieder da – die unangenehmen Tierchen aus dem Wald. Zecken kommen aus ihren Verstecken heraus. Man trifft sie auf Wiesen und Wäldern, im Gras und auf Büschen. Das Gefährliche an Zecken sind die Krankheitserreger, die von ihnen übertragen werden. In Deutschland sind FSME (Frühsommergehirnhautentzündung) und Borreliose die häufigsten Krankheiten, die durch Zecken verursacht werden. Auf Mallorca gibt es „nur“ die Borreliose.

Während gegen FSME ein Impfstoff existiert, gibt es bis heute keinen Impfstoff gegen Borreliose. Das Risiko, an Borreliose zu erkranken, ist nicht auf einzelne Regionen begrenzt, sondern besteht weltweit. Nahezu jede dritte Zecke trägt Borrelien. In Deutschland erkranken jährlich mehrere zehntausend Menschen an dieser Krankheit.

Borreliose beginnt meist, aber nicht immer, mit der sogenannten Wanderröte, dem Erythema migrans. Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss kommt es zu einer sich ringförmig von der Bissstelle ausbreitenden Rötung. Aber auch andere Krankheitsverläufe sind möglich. So kann es Tage oder Wochen nach einem Zeckenbiss zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf-, Glieder-, Muskelschmerzen und Fieber kommen. Spätestens dann sollte ein Arzt konsultiert werden.

Wird die Borreliose rechtzeitig erkannt, kann sie meist durch Antibiotika geheilt werden. Der beste Schutz ist entsprechende Kleidung. Lange Hosen, höhere Schuhe beim Gehen in der Natur und insektenabweisende Mittel leisten gute Dienste. Nach jedem Freilandaufenthalt sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden. Hat sich ein Blutsauger schon festgebissen, sollte er mit einer speziellen Zeckenzange vorsichtig entfernt werden, denn vom Biss bis zur Übertragung der Borrelienerreger vergehen meist sechs bis zwölf Stunden.

Da die Symptomatik einer Borrelieninfektion sehr vielgestaltig ist und die Erkrankung schwerwiegende Folgen hinterlassen kann, sollte in allen unklaren Fällen ein Arzt aufgesucht werden.

Der Autor ist Allgemein- und Sportmediziner im Ärztehaus Palma, Telefon: 971-22 80 65.

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