Einen kühlen Kopf bewahren

23-06-2009  
 Eis essen kann zumindest nicht schaden.
Eis essen kann zumindest nicht schaden.   Foto: dpa

DR. GABRIELE SOBEK Nach dem langen und kalten Winter steigen zum Glück die Temperaturen wieder. Unser Organismus muß sich nun langsam an die Wärme gewöhnen. Damit er das unbeschadet schafft, kann man ihn mit ein paar einfachen Regeln unterstützen.

Ganz wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. 2,5 bis 3 Liter täglich ist ein Muss. Dabei meine ich natürlich alkoholfreie Getränke. Am besten ist natürlich Wasser. Bei einem Bummel durch die Stadt sollte man immer eine 0,5 l Flasche dabei haben. Die kann man zusätzlich zu den Zwischenstopps in Cafés leeren. Auf Alkohol, vor allem zur Mittagszeit, sollte man verzichten. Bei den hohen Temperaturen wirkt der viel intensiver und beeinflußt den Kreislauf negativ. Zu kalt gekühlte Getränke kann der Magen-Darm-Trakt nicht gut verarbeiten. Dies führt leider oft zu Durchfall und Magenkrämpfen. Daher auf zu viele Eiswürfel im Getränk verzichten.

Des Weiteren werden leichte Speisen bei Hitze besser verdaut. Wer mag schon eine Schweinshaxe bei 40° essen? Vorsicht ist bei Mayonnaisehaltigen Nahrungsmitteln, Eierspeisen und Speiseeis geboten. Im Sommer kann die Kühlkette oft nicht eingehalten werden. Die Speisen können kontaminiert werden, was ebenfalls zu Durchfall führen kann (sogenannte Lebensmittelvergiftung). Dabei kann es zu einem lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlust kommen.

Bei hohen Temperaturen einfach einen Gang runter schalten. Die Hitze macht einem zu schaffen, dies kann zu Kreislaufproblemen führen. Daher sollte die Mittagssonne vermieden werden. Zu dieser Tageszeit sollte man keine anstrengenden Tätigkeiten durchführen. Wichtig ist auch, ein ausreichender Sonnenschutz, der Lichtschutzfaktor sollte hoch gewählt werden. Der Urlaub sollte nicht durch einen lästigen und vor allem schmerzhaften Sonnenbrand verdorben werden. Bei Aufenthalt im Freien nicht die Kopfbedeckung vergessen. Leicht kann es zu einem Sonnenstich kommen (vor allem bei Kindern, die den ganzen Tag im Freien spielen), dessen Symptome oft erst am Abend auftreten können. Die Patienten sind apathisch, verwirrt, haben Kopfschmerzen, Schüttelfrost und/oder Fieber.

Die Autorin ist Allgemeinmedizinerin im deutschen Facharztzentrum in Santa Ponça, Tel.: 971-69 55 85.

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