Ferienimmobilien auf Mallorca: Der Trend geht weiter Richtung Südwesten

Mehr Luxus, höhere Preise, aber auch große regionale Unterschiede. Das weist eine Marktstudie aus, die Porta Mallorquina jetzt vorgestellt hat

19.03.2017 | 02:30
Ferienhaus statt Hotel - der Markt der Ferienimmobilien boomt.

Wenn ein interessierter Käufer nach der Entwicklung des Quadratmeterpreises auf Mallorca fragt, sollte die Gegenfrage eigentlich sofort lauten: In welcher Gegend und in welchem Segment? Wie unterschiedlich die Antworten ausfallen können, zeigt eine Studie über den Markt der Ferienimmobilien, die das Unternehmen Porta Mallorquina zum inzwischen dritten Mal beim Steinbeis Institut Center for Real Estate Studies in Auftrag gegeben hat. Der Südwesten Mallorcas, schon bislang Hotspot des internationalen Immobilienmarktes, legt demnach weiter zu – und zwar in jeder Hinsicht: mehr Angebot als in anderen Inselregionen, die am stärksten steigenden Preise und der größte Anteil an Luxusimmobilien.

„Im einfachen Bereich gibt es im Südwesten fast gar nichts mehr", so Studienleiter Marco Wölfle bei der Vorstellung der Ergebnisse am Montag (13.3.). 36 Prozent des Angebots entfalle auf den Bereich Luxus, 41 Prozent auf den gehobenen, 19 Prozent auf den mittleren Bereich – bleiben 4 Prozent für einfache Immobilien. Die Quadratmeterpreise legten laut der Studie im Südwesten zwischen Januar 2016 und Januar 2017 um 13 Prozent zu und stiegen – bei einer beträchtlichen Spannweite – auf durchschnittlich 5.800 Euro. Mit inzwischen 35 Prozent hat der Anteil am inselweiten Marktangebot noch einmal um zwei Punkte zugenommen – eine Fortsetzung des Vorjahrestrends.

Diese Aussagen beziehen sich wohlgemerkt auf Ferienimmobilien im internationalen Markt, wie sie Porta Mallorquina definiert: Gesichtet wurden sie auf den Websites der Unternehmen Porta Mallorquina, Engel & Völkers, First Mallorca, Kühn & Partner sowie Minkner & Partner. Nach dem Ausschluss von Dubletten und renovierungsbedürftigen Objekten blieben von 9.200 schließlich 4.711 Immobilien. Auch Apartments, die ja offiziell nicht touristisch vermarktet werden dürfen, wurden ausgeschlossen – ganz zu schweigen von niedrigpreisigen Objekten beispielsweise an Palmas Ringautobahn.

Preislich legten acht der neun definierten Regionen auf Mallorca zu – stärker als im Südwesten war der Anstieg nur im Nordosten mit 15 Prozent, was Wölfle mit einem Aufholeffekt erklärt. Dahinter folgen Palma Umland (plus zwölf Prozent), Süden (plus zehn Prozent) und Palma (plus neun Prozent).

Wenn die Inselmitte preislich stagniert und das Angebot abnimmt, hat das zum großen Teil eine triviale Erklärung: Meereszugang und Meeresblick spielten eine zentrale Rolle bei der Bewertung von Ferien­immobilien. In Prozent heißt das: Ein „normaler Meerblick" auf Mallorca bedeute einen Preisaufschlag von im Schnitt 30 Prozent, der Standort Uferpromenade sogar 63 Prozent. Die stärksten Unterschiede wurden beim Meerblick für den Nordwesten (plus 78 Prozent), den Südwesten (54 Prozent) und Palmas Umland (51 Prozent) errechnet. Am günstigen ist das Haus am Meer im Nordosten bei einem Preisaufschlag von nur 22 Prozent.

Auch in der gesonderten Auswertung der Luxusimmobilien – in dieser Kategorie kostet der Quadratmeter fast immer über 6.000 Euro – sticht der Südwesten mit Durchschnittspreisen von 9.064 Euro heraus. Die Preisspanne, die bis 20.526 Euro reicht, weist zudem auf besonders hochpreisige Objekte hin. In dieser Hinsicht kam aber auch die Innenstadt Palma mit ihren Altstadtpalästen mithalten, bei Durchschnittspreisen von 8.163 Euro und Spitzenwerten von 19.210 Euro pro Quadratmeter.

Während die Botschaft der Studie, dass sich Investitionen in Ferien­immobilien auf Mallorca lohnen, nicht zu überhören ist, bleibt die Frage offen, ob Eigentümer mit Langzeit- oder Kurzzeitvermietung besser fahren. „Das ist weniger eine Frage der Rentabilität als der Eigennutzung", meint Firmenchef Joachim Semrau. Auch wenn Urlauber kurzfristig mehr einbringen als Langzeitmieter, bedeuteten sie auch mehr Verwaltungsaufwand, mehr Verschleiß – sowie die Ungewissheit, wie viele Tage im Jahr sich die Immobilie letztendlich vermieten lasse. Als Orientierungswerte nennt Sprecherin Ulrike Eschenbecher eine Rendite von zwei bis drei Prozent bei der Langzeitvermietung sowie drei bis sechs Prozent bei der Ferienvermietung.

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