Von Kirsten Lehmkuhl
Es war einmal vor langer langer Zeit ein Mann, der hatte drei Söhne. Er lebte in einer Mühle auf dem Lande, nicht weit von der kleinen Ortschaft Manacor entfernt, an der Straße nach Porto Cristo. Nun begab es sich, dass dieser Mann für sein Leben gern Eintopf aß. Am allerliebsten waren ihm Sopas mallorquinas, dieses typische Inselgericht. So kam es, dass alle Leute aus Nah und Fern die Mühle nur noch Molí d´en Sopa nannten ?
Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn Juan Duran Jaume die Geschichte von der Namensherkunft der Mühle erzählt, die er vor über 30 Jahren gekauft hat, dann blüht der ansonsten etwas wortkarge Mann auf. Vielleicht, weil es gewisse Parallelen zu seinem Vorgänger gibt, denn auch er hat die mallorquinische Küche sehr gern.
Das spiegelt sich nicht zuletzt auf der Karte der ýSuppen"-Mühle wider, in der es sehr viel mehr als Eintöpfe gibt. Gratinierten Kabeljau mit Spinat zum Beispiel (15,25 Euro) oder Seeteufel vom Grill (17,90 Euro) und natürlich Spanferkel direkt von der Insel (14,50 Euro). ýUnser cochinillo stammt von Jungtieren, die nicht mehr als 3,5 Kilo gewogen haben", sagt der 72-Jährige, ýeine Delikatesse, und viel besser als die vom Festland!"
Neben den A-la-Carte-Speisen wird von Montag bis Samstag im großen Speisesaal Cabrera ein Menü für 6,75 Euro serviert, am Sonntag und an Feiertagen kostet es zwei Euro mehr. Dabei kann man seine Vor- und die Hauptspeise jeweils zwischen fünf bis sechs verschiedenen Gerichten wählen. Das Dessert sucht man sich am Büfett aus. Getränke werden extra berechnet.
Die Weinkarte des Hauses ist gut bestückt, sie umfasst knapp 50 verschiedene Weine aus den Anbaugebieten Mallorca, Rioja und Ribera del Duero, zu Preisen ab 12,95 Euro pro Flasche. Darüber hinaus ist Sekt, sogar Champagner zu haben, für den Fall, dass es etwas zu feiern gibt.
Ohnehin hat sich Duran mit seinen beiden Söhnen, mit denen er gemeinsam die rund 150 Jahre alte Mühle betreibt, auf Festlichkeiten wie Hochzeiten, Kommunionen und Taufen spezialisiert. Und so stehen neben dem Restaurant und großem Gastraum für 300 Leute verschiedene Säle für private Feste zur Verfügung: Im Salon Mallorca ist Platz für 550 Personen, in ýMenorca" passen 160 Personen hinein und im Salon Ibiza und Formentera können bis zu 300 Gäste bewirtet werden. Mit anderen Worten: In der Molí d´en Sopa ist insgesamt Platz für rund 1.300 Personen.
Wie oft im Jahr wird die Karte gewechselt? ýNie", sagt Juan Duran Jaume bestimmt. Sie ist, wie sie ist, und das seit vielen, vielen Mühlenjahren.
Molí d´en Sopa
Crta. Manacor-Porto Cristo km 4
Telefon: 971-55 01 93
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 12.30 bis 16 Uhr und 20 bis 23 Uhr
Sonntag, Montag, Dienstag nur 12.30 bis 16 Uhr
www.molidensopa.com