Can Tomas in Costa de la Calma

25-09-2008  
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Das Can Tomas in Costa de la Calma wird jetzt von Thomas Gamroth geführt.  Foto: Terrassa

KIRSTEN LEHMKUHL Thomas Gamroth, gelernter Metzger, ist ein „Schwoab“, wie er im Buche steht. Er liebt die deftige Küche und tischt in seinem jetzt eröffneten Can Tomas in Costa de la Calma schwäbische Hausmannskost zu vernünftigen Preisen auf – Speisen, die es übrigens auch zum Mitnehmen gib.

Thomas Gamroth ist eine Frohnatur. Und Gastwirt mit Leib und Seele. Jetzt hat der gelernte Metzger das Can Tomas in Costa de la Calma übernommen, um dort Spezialitäten aus seiner Heimat aufzutischen. Und das bedeutet „schwäbische Küche“, vom Wurst- bis zum lauwarmen Kartoffelsalat, von der Flädlesuppe bis zu Maultaschen und rustikalem Vesperteller …

Gamroth steht gemeinsam mit seiner Mutter Irene (63) in der Küche. „Wir sind ein Familienbetrieb“, sagt der 40-Jährige, der auch im Service einspringt, „wenn Not am Mann ist“. Man kocht nach alten Rezepten, die zum großen Teil von seiner Oma Elsa stammen. Wahre Saucenfanatiker sind sie. Päckchen-Produkte kommen dabei nie in den Topf. Alles ist selbst gemacht, und da köchelt eine Sauce auch schon mal zehn Stunden auf dem Herd. „Sonst wird das nichts“, ist Gamroth überzeugt.

So tischen die beiden ihren Gästen zum Beispiel Zwiebelrostbraten, wahlweise mit frischem Brot (9,50 Euro) oder hausgemachten Spätzle (11,90 Euro) auf. An letzteren kommt im Can Tomas ohnehin niemand so recht vorbei. Die Pasta begleitet natürlich auch den „Schweinsbraten“ (8,90 Euro). Zudem findet man Tafelspitz mit Meerrettichsauce (12,90 Euro) auf der Karte. Und als „Wochenend-Joker“ den eingelegten Kalbsrollbraten im Blätterteig (um 14 Euro). Im Herbst wird Wildschwein und Reh aus Deutschland angeboten, eigenhändig gejagt vom Stiefvater Gamroths – und per Kühltransport auf die Insel gebracht. Mit Preiselbeeren, Birne, Knödel, wie es sich gehört. Zum Nachtisch werden flambierte Bananen in Karamell (4,90 Euro) serviert oder Schnee-Eier mit Eis auf einem Früchtemus, das mal aus Mango, dann aus Erdbeeren oder Himbeeren zubereitet wird (4,90 Euro).

Deftige Hausmannskost nennt Gamroth seine Art der Küche. „Die Leute, die viel in der Welt herumgekommen sind, mögen keine Teller mehr, auf denen kaum etwas drauf ist“, glaubt er. „Und Hummer wollen die auch nicht mehr.“ Versteht sich fast von selbst, dass hier deutsches Bier in die Gläser kommt. Die Weine sind aus Spanien, die roten zumindest. Bei den Weißen setzt Gamroth auf deutsche Tropfen, auf Riesling, Grau- und Weißburgunder.

Im Can Tomas gibt es eigentlich immer etwas zu essen. Denn es ist Bistro und Restaurant in einem. 150 Plätze gibt es innen, 120 außen, den nagelneuen Biergarten mit zünftigen Tischen und Bänken eingerechnet. In den Räumen befindet sich zudem der deutsche panadero, dem das Ganze gehört und der frisches Brot, Croissants und Kuchen anbietet: schwäbischen Käsekuchen oder Schwarzwälder Kirschtorte zum Beispiel. Man kooperiert. Und so können Gäste des Speiselokals auch die süßen Stückchen des Bäckers zum Nachtisch bekommen, umgekehrt verkauft der panadero Frikadellen und Schnitzel von Gamroth – bei dem ohnehin alle Speisen auch zum Mitnehmen zu haben sind. Frühstück gibt es hier von 8 bis 16 Uhr, mittags ist jeweils ein Tagesgericht im Angebot, bevor dann bis 24 Uhr à la carte gegessen werden kann.

Gamroth ist seit 20 Jahren im Gastronomie-Geschäft – und ein musikalischer Mensch. So steht sein Keyboard mitten im Restaurant. Kleine Kostprobe gefällig? Bitte sehr. Schon sitzt der Stuttgarter an den Tasten, spielt „My Way“ oder „Let it be“. Und zu fortgeschrittener Stunden soll er dann auch schon mal ein Liedchen zum Besten geben.

Can Tomas, Avenida de la Mar, 57, Costa de la Calma,
Telefon: 971-69 75 15.
Öffnungszeiten: 8 bis 24 Uhr, warme Küche im Restaurant à la carte ab 16 Uhr,
Samstag und Sonntag im Biergarten ab 10 Uhr. Ruhetag: voraussichtlich Montag.
Alle angegebenen Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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