Das Gasthaus Miratar in Petra

16.10.2008 | 19:14
Aus den Vornamen der beiden Wirtsleute Miranda Stamm und Tarek Sliti setzt sich der Restaurant-Name ýMiratar" zusammen.
Aus den Vornamen der beiden Wirtsleute Miranda Stamm und Tarek Sliti setzt sich der Restaurant-Name ýMiratar" zusammen.

Das Miratar in Petra ist ein ganz außergewöhnliches Lokal: exotisch, unkonventionell, international – mit einem deutschen Koch am Herd, der Sankt-Petersfisch mit Rote-Bete-Sauce und arabische Aufläufe oder Couscous-Gerichte auf die Teller zaubert.

Es ist ein besonderer Ort, dieses Miratar, das sich sozusagen an die Kirche in Petra anlehnt. Durch eine große Eingangstür gelangt man ins Innere dieses Restaurants und befindet sich in einer anderen Welt, etwas skurril, eigenwillig, mit anderen Worten: sehr besonders. Jedenfalls steht der Moët & Chandon neben orientalischen Wasserpfeifen, marokkanische Metall-Tischchen neben ausladenden Zebra-Sofas, Buddhas neben üppig verzierten Spiegeln – während Halogenleuchten neben riesigen Kandelaber die Szenerie erhellen …

Es gibt eine Bar, einen Chillout-Bereich, einen „Speisesaal“, einen kleinen Patio mit Brunnen und einen wunderschönen Garten, „der früher zum Kloster gehörte und in dessen Mauern noch heute sichtbar die Jahreszahl 1670 in Stein gemeißelt ist“, sagt Miranda Stamm aus Hannover, die gemeinsam mit ihrem Partner Tarek Sliti aus Tunis das Lokal führt.

Und das spiegelt sich auf der Speisekarte wider. Etwa wenn dort der deutsche Koch Saté-Spieße mit Früchten, Reis und Kokossauce (13,50 Euro) auftischt oder einen Sankt-Petersfisch mit Rote-Bete-Sauce, Spargel und gebratenem Gemüse (14,50 Euro). Zudem gibt es eine Reihe von Pasta-Gerichten (Arabiata mit selbst gemachter Sauce, 5,50 Euro) oder Bandnudeln mit frischem Pesto (7,50 Euro). Auch an Salaten hat man eine schöne Auswahl, zum Beispiel mit Avocado oder Rucola, Nüssen, Parmesan und Champignons (7,50 bis 15 Euro). Und während man in der Karte blättert, kommt etwas Walnussbrot mit Oliven, Aioli und ein hauseigener Dip mit Thunfisch auf den Tisch.

Die Weine stammen ausschließlich aus Mallorca, von den Weingütern Miquel Oliver, Macià Batle oder Ferrer, zu Preisen zwischen 9 und 28,50 Euro. Das Bier (0,2 l) schlägt mit 1,80 Euro zu Buche. Und natürlich gibt es Tee, keine Beutelware, sondern lose, versteht sich, von Waldfrucht bis zum grünem Tee, die Kanne für 1,80 bis 2,30 Euro. Zwölf Kaffeezubereitungen stehen zur Wahl, die Palette reicht vom Espresso (1,10 Euro) über den Eiskaffee (3,95 Euro) bis hin zum Cappuccino de Luxe mit Sahne und Baileys (4,20 Euro).

Die Gäste sind so bunt gemixt wie die Einrichtung, im Alter von 18 bis „mindestens 70“, darunter Deutsche, Briten, Franzosen, Festlandspanier, Mallorquiner, Araber.

Alle zwei Wochen gibt es Live-Musik. Und weil beide die Musik lieben, ist in der Bar durchaus auch für spontane Sessions Platz. Instrumente wie Keyboard, Akustik- Gitarre, Bongas und Congas jedenfalls stehen zur Verfügung. Sie sind als Einladung an die Gäste zum Musizieren gedacht. An anderen Tagen zeigen schöne Frauen, was richtiger Bauchtanz ist, bei einer arabischen Nacht mit orientalischem Menü. Dazu kann man Tajin kosten, einen tunesischen Auflauf, oder den Couscous-Klassiker Tabouleh mit Fisch oder Fleisch. Und wer danach noch nach Arabischer-Männer-Manier eine Wasserpfeife paffen möchte, mit Apfel- oder Aprikosentabak zum Beispiel, bitte sehr: Sliti zeigt bei der sogenannten Shisha-Zeremonie, wie‘s geht.

Miratar

Plaça des Capparot, 7

Petra. Telefon: 971-56 19 20

Öffnungszeiten: täglich 19 bis spätestens 3 Uhr

Dienstags geschlossen

Alle angegebenen Preise inklusive Mehrwertsteuer.

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