Ametlla + de Mallorca: Damenrunde mit Hang zur Mandel

Pfiffige Frauen kreieren neue Gewürzmischung

11-05-2011  
Das könnte was werden: Vier der fünf Mandelmischerinnen
Das könnte was werden: Vier der fünf Mandelmischerinnen Foto: Lorenzo

MARTINA ZENDER Gourmetprodukte haben Hochkonjunktur. Da kommt das neue „Ametlla+ de Mallorca" gerade recht und ist – auch wörtlich genommen – schon jetzt in aller Munde. Passend zum Trend der Zeit, denn der Mensch besinnt sich aufs gute Essen, nicht umsonst haben Kochsendungen und -shows im Fernsehen so hohe Einschaltquoten.

Hinter Ametlla+ verbergen sich zu 80 Prozent aus Mandeln bestehende Mischungen mit Gewürzen und Lebensmitteln in Granulatform. So sind beispielsweise in der für Fleisch-, Reis- und Hülsengerichte empfohlenen grünen Packung auch Trockentomaten, Rosinen, Orangenschalen, Gewürze und Salz integriert, die ein Entrecôte äußerst schmackhaft süßlich-pikant aromatisieren. Oder man kann, in Butter eingerührt, damit einen leckeren Brotaufstrich kreieren. Ametlla+ aus der blauen Packung (u.a. mit Petersilie, Knoblauch, Oregano, Zitronenschale, Ingwer, Safran, Salz) schmeckt mit heißem Wasser angerührt auch solo auf Pasta. „Wir nutzen neben den Mandeln einer Kooperative in Binissalem nur gesunde Produkte der Insel – nachweisbar ist ein hoher Proteinanteil, Ballaststoffe, Eisen, Magnesium, Kalzium", sagt Barbara Flaquer (62), eine der fünf Mandelmischerinnen.

Hinter dem Projekt stehen eine Psychologin, eine Innenarchitektin, eine Hotelbesitzerin, eine Ernährungsberaterin sowie eine Universitätsdozentin für Geographie – da gibt es zwei alte Freundinnen und ihre jeweiligen Schwiegertöchter sowie die Tochter einer weiteren Freundin. Ein nettes Netzwerk von Damen unterschiedlichsten Alters (33 bis 62 Jahre), die eines verbindet: die Liebe zur Mandel.

„Für mich ist sie wichtiger Bestandteil mallorquinischer Geschichte und Gegenwart. Früher war sie eines der wichtigsten Produkte – auch in Bezug auf den Export", sagt Flaquer. „Außerdem beeinflusste die Mandel entscheidend die mallorquinische Küche." Doch nach und nach überholten die günstigeren Mandelkonkurrenten aus der Türkei und Kalifornien die hiesige Mandel auf dem Weltmarkt. Die Bauern hatten mehr Aufwand als Einnahmen und vernachlässigten ihre Bäume. Ein erfolgreiches Mandelprodukt könnte den Bauern helfen – und dem Tourismus, denn die beliebte Mandelblüte funktioniert nur mit schönen und gesunden Bäumen.

Vor allem aber geht es ums Kochen. „Heutzutage haben viele Menschen kaum Zeit dafür, wollen aber trotzdem Qualität und guten Geschmack", meint Flaquer. Die Handhabung ist einfach: Jede Packung enthält drei vakuumverpackte Beutelchen à 50 Gramm, eines reicht mindestens für ein Gericht für sechs Personen. Sind es weniger, reduziert man dementsprechend die Menge. „Mit unserem Produkt kann man in wenigen Minuten ein ursprünglich simples Gericht gourmetmäßig verfeinern, schnell eine eigentlich aufwendig herzustellende Sauce zaubern, marinieren oder überkrusten." Und man benötigt auch keine weiteren Gewürze, nicht mal Salz. Natürlich sind weder Konservierungs- und Farbstoffe noch Glutamat oder andere Geschmacksverstärker enthalten.

„Wir haben jetzt einige Vorführungen für die Presse, Köche und interessierte Gäste gemacht, wo wir die Vielseitigkeit praktisch demonstrieren, da sind alle immer total erstaunt. Zumal Ametlla+ sowohl unbegabten Amateuren hilft als auch Profi-Köchen sozusagen den halben Weg beim Kochen erspart." Man darf gespannt sein, was die fünf ambitionierten Frauen mit ihrer Mandelliebe als nächstes auf die Beine stellen.

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