Deutsch-mediterrane Kunst im Pueblo Español: Geschriebene Malerei

21-08-2008  
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Dynamisch und harmonisch: Gemälde von Rudolf Englert. 

NINA KUSCHNIOK Tag für Tag, Blatt für Blatt hat der Maler Rudolf Englert die Farben des Mittelmeeres eingefangen, einen Block auf den Beinen, die Füße im Sand. Nun sind Papierarbeiten und Gemälde des 1989 verstorbenen Duisburger Malers ab dem 28. August unter dem Titel ?Lichte Spuren" im Pueblo Español in Palma zu sehen.

Englert, der nach Reisen durch Europa, die Vereinigten Staaten und Afrika in den 70er und 80er Jahren sein zweites Zuhause auf Ibiza fand, hielt die mediterrane Farbwelt in seinen Kunstwerken fest. In seinen seriell enstandenen Bildern dominiert das Blau in all seinen Schattierungen, wechselnd mit Grün, Türkis, leuchtenden Ocker-, Gelb- und Orangetönen. Dabei arbeitete Englert bevorzugt mit Farbstiften, Tusche, Acryl und Gouache.

Weit ab von der figurativen Malerei entwickelte Englert eine abstrakte Sprache, ließ Schriftbilder entstehen, ganz im Sinne seiner künstlerischen Philosophie: ?Alles vom Schreiben her entwickeln, links oben anfangen, unten aufhören. Dazwischen atmen und Atem, Konzentration. (...) Ich kann nicht schreiben, was ich male! Ich schreibe aber meine Malerei!"

In der Fundación Kühn im Pueblo Español ist nur ein kleiner Teil seines über 5.000 Arbeiten umfassenden Werkes ausgestellt.

1941 studierte Englert an der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Düsseldorf, dem folgte ein Studium für Kompositionslehre an der Folkwang-Werkschule in Essen. Dort setzte er sich zum ersten Mal mit Schrifttypen und -formen auseinander, die ihn Zeit seines Lebens als Inspirationsquell begleiten sollten. Nach einem Umzug nach Berlin wandte er sich 1957 der seriellen Malerei zu. In seinem Spätwerk erhielt das Schlaufensymbol große Bedeutung. Als Kreis, der durch zwei Endpunkte weiterentwickelt ist, verbindet die Schlaufe Dynamik und Harmonie. ?Ein Bild muss ganz selbstverständlich sein, wie etwas Gewachsenes, voller Ruhe und Unruhe", so Englert.

Zur Vernissage am 28. August in der Fundación Kühn im Pueblo Español in Palma spielt ab 19.30 Uhr das Miranda Jazz Trio. Die Ausstellung dauert bis 19. Oktober.

In der Printausgabe lesen Sie außerdem:
- Von Dirigenten-Flüchtlingen zum Weltorchester
- Geburtstag unter der Zirkuskuppel
- Fitzners Kunststückchen

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