Status Quo rockt auf Mallorca

02-09-2009  
Kein Pensionsschock in Sicht: Status-Quo-Gründer Francis Rossi (links) und Rick Parfitt bei einem Konzert in Deutschland.
Kein Pensionsschock in Sicht: Status-Quo-Gründer Francis Rossi (links) und Rick Parfitt bei einem Konzert in Deutschland.  Foto: DM

THOMAS FITZNER Nach 35 Berufsjahren darf man in Pension gehen – Francis Rossi (60) und Rick Parfitt (61) stehen seit fast einem halben Jahrhundert auf der Bühne und denken nicht dran. Als Gründer und Schlüsselfiguren von Status Quo geben die beiden oft als „Grand Old Men of Rock and Roll" titulierten Briten gut 100 Konzerte im Jahr. Am Dienstag (8.9.) steht Palma de Mallorca auf dem krachvollen Tourkalender.

Freilich: Das Rocker-Dasein verlangt diesen lebenden Denkmälern der wilden 60er und der Flower-Power-70er alles ab. Früher fielen Fans in Ohnmacht, heute müssen die Stars ihren Herzrhythmus bändigen: Parfitt hat einen Infarkt und eine Vierfach-Bypass-Operation hinter sich. Auch manche Songthemen sind nicht mehr so krawallig wie zu Beginn: Als die Band noch „Traffic Jam" (Verkehrsstau) hieß, boykottierte die BBC ein Lied wegen sexueller Anspielungen, heute nimmt die seit 1969 Status Quo genannte Formation auch mal ein Weihnachtslied auf. Immerhin klampften sich die Altrocker mit „It´s Christmas Time" 2008 auf Platz 40 der britischen Charts.

47 Jahre muss man zurückgehen, um die Anfänge der Gruppe zu beleuchten. Damals gründete Francis Rossi mit Alan Lancaster eine Band namens „The Specters". Manager war ein Londoner Gas-Installateur, während sich Rossi, Sohn eines italienischen Eisverkäufers und einer Irin, u.a. mit Rasenmähen über Wasser hielt.

1965 begegnete er Rick Parfitt, und 1967 landeten sie den ersten Hit: „Pictures of Matchstick Men". Die Anfangsakkorde des Lieds sind bis heute so etwas wie die Kenn-Jingle der Band. Einen anderen Megahit – „Whatever you want" – hat Status Quo 30 Jahre nach dessen Premiere gemeinsam mit einer Techno-Band neu eingespielt und prompt einen Erfolg gelandet.

Mit insgesamt mehr als 118 Millionen verkauften Tonträgern ist die englische Band eine der erfolgreichsten der Geschichte. Rossi und Parfitt geben sich trotzdem abgeklärt und selbstironisch: Dem Szenespott, Status Quo beherrsche nur drei Akkorde, setzten sie im Jahr 2007 ihr 33. Album entgegen. Sie nannten es „In search of the fourth chord" – Auf der Suche nach dem vierten Akkord.


In der Printausgabe lesen Sie außerdem
- Brotons statt Bender: Dirigentenwechsel bei Sinfonikern
- Matarraz statt Das Alles-geht-Kulturkonzept

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