REDAKTION
„Papito", wie Miguel Bosé von seinen Fans auch genannt wird, hat ein hektisches Jahr hinter sich. Im September 2009 stand er in Havanna neben Popgrößen wie Juanes vor mehr als einer Million Zuschauern auf der Bühne, und im März stellte er nach fünf Jahren kreativer Pause sein erstes Album mit neuen Kompositionen vor: „Cardio". Lieder daraus werden auch den Großteil des Konzerts ausmachen, das Bosé am Donnerstag (26.8.) im ansonsten ruhigen Felanitx gibt.
Mit dem in Panama geborenen Sohn eines spanischen Toreros und einer italienischen Schauspielerin holt sich das Städtchen einen „Ewigen" des spanischen Pop auf die Bühne. Und einen, der sich immer wieder neu erfindet. Mit dem Album „Cardio", das der Sänger ab September mit einer Konzerttournee im In- und Ausland vorstellen wird, setzt Bosé eine Reise fort, die 1977 mit eher leichter Kost begann.
Heute mischt er auch mal elektronische Klänge in seine Lieder, oft auch Ironie, seltener politisches Engagement. Dass es ihm am Letztgenannten nicht fehlt, bewies er mit dem erwähnten Konzert auf Kuba. Für das Mega-Event „Paz sin fronteras" (Frieden ohne Grenzen) erhielten die Veranstalter sogar Todesdrohungen radikaler Exilkubaner, die den Auftritt westlicher Popstars als Geschenk an die kubanische Diktatur interpretierten.
In seinem neuen Album findet sich ein direkter Bezug zur Geschichte dieses Konzerts: Das Lied „Júrame" ist von den Telefongesprächen inspiriert, die Mitinitiator Bosé in den Monaten vor dem Auftritt in Havanna mit dem kolumbianischen Megastar Juanes führte. „Es ist die Geschichte einer loyalen Freundschaft."
Das kubanische Friedenskonzert war das drittgrößte der Popgeschichte. Jetzt ist Felanitx dran.
„Cardio" – Miguel Bosé, Donnerstag (26.8.), Parc Sa Torre, offizieller Konzertbeginn laut Gemeinde Felanitx: 22 Uhr. Im Rathaus werden Eintrittskarten zum Vorzugspreis von 32 Euro verkauft, Gruppenpreis für fünf Personen: 128 Euro. Passeig Ramon Llull, 17, Mo bis Di 9 bis 14 Uhr, Informationen unter Tel.: 971-58 00 51.
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