Lichter-Museum in Alaró schließt

Die Feuchtigkeit setzte den Kunstwerken zu, die Witwe des 2012 gestorbenen Deutschen sucht jetzt nach einem neuen Standort

04.12.2014 | 12:07
Kunstwerke des Deutschen werden verladen
Kunstwerke des Deutschen werden verladen

Das Museum mit Werken des vor zwei Jahren verstorbenen deutschen Künstlers Alfred Lichter in Alaró auf Mallorca hat geschlossen. Mehrere Arbeiter räumten in den vergangenen Tagen in Anwesenheit seiner Witwe Gabriele Lichter-Kotterba den Sitz der Stiftung in der Joan-Mir-Straße. Man suche einen anderen Standort, wolle aber vorher mit dem Bürgermeister des Ortes zwecks öffentlicher Hilfen sprechen.

Ein Grund für die Schließung ist die Feuchtigkeit im Innern des Gebäudes, ein weiterer das undichte Dach. Die Kunstwerke werden jetzt zeitweise in einem Lagerraum untergebracht.

Das in einer ehemaligen Schuhmanufaktur befindliche Museum, das acht Monate vor Lichters Tod eröffnet wurde, war nur knapp drei Jahre lang in Betrieb. Ausgestellt wurden mehr als 1.000 Werke des 1917 in Oberschlesien geborenen Bildhauers und Malers. Einen Tiefschlag erlitt Lichters Witwe einige Monte nach dessen Tod, als Unbekannte aus einem Tresor Goldbarren und alte Münzen im Wert von 100.000 Euro stahlen. Lichter hatte 30 Jahre in Alaró gelebt.

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