Neue Serie: Schlemmen in der Mühle &ndash Der Bocuse von Santa Maria

31-01-2008  
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Ungewohnte Perspektiven in der Gourmet-Mühle der Himberts. Sebastián Terrassa

Du bist mein Bocuse!" Wenn einem Gast so etwas beim Hinausgehen über die Lippen kommt, dann ist das ein ziemlich dickes Kompliment. Peter Himbert von der Molí des Torrent in Santa Maria jedenfalls hat diese Bemerkung berührt. Ein fast verlegenes Lächeln huscht über sein Gesicht mit den Sommersprossen und dem kleinen Bärtchen, wenn er davon erzählt. Seit 1999 betreibt Himbert mit seiner Frau Herta das Restaurant in der 130 Jahre alte Mühle mit dem schönen Patio.

Von Kirsten Lehmkuhl

Der gelernte Koch - Lehre mit 15, Meisterbrief mit 28 - hat jahrzehntelange Erfahrung. In den 80er Jahren stand er zum Beispiel als Küchenchef im Ein-Sterne-Restaurant „Le Marron" in Bonn am Herd. Zwar hatte er die begehrte Michelin-Auszeichnung nicht selbst erkocht, „aber über Jahre gehalten". Französisch-international, mit ein „bissl badischen Einschlägen und etwas mallorquinisch", so bezeichnet der 48-Jährige seine Küche. Das ergibt dann Vorspeisen wie eine Crème brûlée mit Sobrassada, Tumbet und Gambas oder einen Pa-amb-Oli-Salat mit Jakobsmuscheln und Krustentierschaum (Vorspeisen zwischen 9 und 18,95 Euro). Einer der Klassiker, das Lamm unter der Kräuterkruste, mit Bohnenragout und Rosmarinkartoffeln, bekommt durch etwas chorizo den letzten Pfiff. Und das frito marisco wird als Wok-Gericht serviert (Hauptgerichte zwischen 19,95 und 27,95 Euro).

Überhaupt setzen die Himberts neben Wild und Gänseleber auf Asiatisches. Ihre asiatische Tomatensuppe etwa ist aus dem Angebot nicht wegzudenken. „Sie ist pikant, aber man muss nicht nach Atem schöpfen, wenn man sie isst", sagt Himbert. „Ich habe ein halbes Jahr daran gearbeitet, bis ich sie so hatte, wie ich wollte." Fünf Personen arbeiten mit ihm in der Küche. Im Service sind es sechs, die Herta Himbert, Gastgeberin mit sehr viel Herzblut, unterstützen. Personal, das sie brauchen bei 50 Innen- und 60 Außenplätzen. Alle vier bis sechs Wochen wechselt die Karte, die beiden Menüs (drei Gänge: 43,95 Euro, vier Gänge: 49,95 Euro) sogar wöchentlich. Auf der Weinliste finden sich ausschließlich spanische Tropfen, zwei Drittel davon sind Mallorquiner.

Im Winter kommen viele Einheimische, im Sommer sind 80 Prozent Deutsche. Wobei jeder so seinen Geschmack hat. „Die Mallorquiner lieben Meeresfrüchte, Trüffel, Gänseleber und alles mit Schokolade", erzählt Peter Himbert. Die Deutschen bestellen vornehmlich Fisch: Zander, Steinbutt, Wolfsbarsch, Dorade. Auch Prominente haben schon in der Mühle diniert: Max Schautzer, Birgit Schrowange, Peter Maffay, Bernd Clüver, Heino und Hannelore, José Luis Rodríguez Zapatero und Gerhard Schröder, als dieser 2000 auf der Insel Urlaub machte. Erfüllt das mit Stolz? Die Antwort ist einfach: „Wir sind stolz, wenn die Menschen, die bei uns einkehren, zufrieden nach Hause gehen."

Molí des Torrent, Crta. de Bunyola, 75, Santa Maria. Tel.: 971-14 05 03. Mittwoch und Donnerstag geschlossen. Preise zzgl. MwSt. www.molidestorrent.de

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