So springt es sich im Palma Jump

Mallorca hat einen neuen Trampolin-Park. Was so einfach aussieht, kann ganz schön schweißtreibend sein. Ein Selbstversuch

07.07.2016 | 13:17

Eines vorweg. Ich halte mich schon für sportlich. Ich spiele Volleyball und gehe regelmäßig joggen. Meine Kondition – so dachte ich – müsste eigentlich ganz in Ordnung sein. Und trotzdem setzt Schnapp­atmung ein, als ich nicht einmal fünf Minuten auf dem Trampolin stehe und in die Höhe springe. Mein Gott, ist das anstrengend! Dabei sieht das doch alles so verdammt leicht aus.

Im neuen überdachten Trampolinpark Palma Jump gleich neben dem Fußballstadion Son Moix kann sich ein jeder selbst davon überzeugen, wie ermüdend so ein bisschen Hüpfen sein kann. Die Anlage hat seit Freitag (17.6.) geöffnet. „Wir sind die Einzige in ganz Spanien", sagt Gracia Fernández. Sie ist Managerin im Palma Jump. Es gebe noch weitere Hüpfparks des gleichen Betreibers in Großbritannien. „Der in Palma ist aber einer der größten."

Tasten wir uns langsam vor. Wann bin ich zum letzten Mal Trampolin gesprungen? Ach ja! Mit 14, im Sportunterricht. Es hat viel Spaß gemacht. Damals bin ich Saltos gesprungen, habe mich mit dem Bauch und dem Rücken auf den elastischen Untergrund fallen lassen. Das alles schwirrt mir bei den ersten zaghaften Sprüngen im Kopf herum. Auch heute ist eine ganze Schulklasse in der Halle. Ein etwas anderer Sportunterricht.

Nach ein paar Minuten brauche ich eine Pause. Mit hochrotem Kopf lege ich mich kurz auf eines der Trampoline. Das tut gut. Doch allein der Gedanke, bei einem der Fitnesskurse mitzumachen, bei denen man zusätzlich zum Springen auch noch mit Gewichten arbeitet, treibt den Schweiß wieder auf die Stirn.

So geht man richtig über die Slackline

Also erst einmal etwas Ruhigeres. Die sogenannte Slackline scheint angemessen. Ein wenig wie Seiltanz, nur das Seil ist so dick wie ein Gurt. Ich schaue einem der Trainer zu. Max, 26 Jahre alt, bewegt sich sicher von einem zum anderen Ende. Sieht gar nicht so schwer aus. Kaum stehe ich auf dem gelben Gurt, fängt er an, wie verrückt hin und her zu wackeln. Was mache ich nur falsch? Zehn Versuche und ich lande immer wieder auf den grünen Matten. Max erklärt, dass man sein Gewicht nur auf ein Bein verlagern darf, das Gleichgewicht hält man mit den Armen. „Und die Körperspannung ist wichtig." Drei oder vier Schritte schaffe ich dann sogar ohne seine Hilfe. „Da braucht man halt etwas Übung", sagt er.

Der Trampolinpark scheint gut anzukommen, vor allem bei Jugendlichen. „Das ist gut, denn so holen wir sie weg von Smartphone und Tablet", sagt Gracia Fernández. Die Anlage sei dabei für jedes Alter geeignet. Kinder unter fünf Jahren dürfen allerdings nur in
Begleitung von Erwachsenen ­hüpfen. Spezielle Kurse gibt es auch für Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern.

Sicherheit geht vor

Bevor Besucher aber auf die Trampoline dürfen, muss sich jeder ein Video mit Sicherheitshinweisen anschauen. Trampolinspringen kann auch gefährlich sein. Man sollte nicht zu nahe am Rand springen und immer mit beiden Füßen landen, oder eben mit dem Rücken, dem Bauch oder dem Hintern, nie aber mit dem Kopf zuerst. Das Video zeigt anhand von Strichmännchen, wie man besser nicht springen sollte, wenn man Knochenbrüche oder Schlimmeres vermeiden will.

Ein paar Schüler liefern sich einen erbitterten Kampf auf einem der zwei Stege in der großen Halle. Mit einer riesigen Schaumstoffrolle als Waffe versuchen sie sich in Zweikämpfen vom Steg zu boxen. Wer fällt, hat verloren, landet aber wenigstens weich in einem Meer aus Schaumstoffwürfeln.

„Te atreves?" (Traust du dich?), prangt an einem etwa zweieinhalb Meter hohen Turm, von dem aus man in einen Airbag springen kann. Klar! Ich traue mich und lasse mich mit dem Rücken zuerst in den weichen Airbag fallen. Ein kurzer Schrei, dann ein zufriedenes Lachen auf meinem Gesicht. Der Typ nach mir macht einen Salto, auch noch rückwärts. Gut, so viel traue ich mich dann doch nicht ?

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