#Magalive statt #Fuckaluf: Calvià startet Image-Kampagne im Internet

Mit Youtube-Videos wirbt die Stadt in sozialen Netzwerken für Touristen, die wissen, was wirklich Spaß macht

06.07.2016 | 13:14
Stadt will Touristen, die wissen, was wirklich Spaß macht

Die Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca will endlich das Schmuddelimage des Küstenortsteils Magaluf abschütteln. Mit einer Positiv-Kampagne wirbt das Rathaus mit Youtube-Videos in sozialen Netzwerken für Touristen, die wissen, was im Leben wirklich Spaß macht.

In einem als Videospiel präsentierten Kurzfilm kann sich der Zuschauer einen der beiden Protagonisten aussuchen. Zur Auswahl steht auf der linken Seite ein junger Mann, der den Tag in Magaluf überwiegend mit Trinken verbringt und dabei Müll achtlos wegwirft, peinliche Ausfälle hat, Lachgas inhaliert und schließlich mit Alkoholvergiftung in der Gosse landet.

Als Positivbeispiel macht eine junge Frau auf der rechten Bildschirmhälfte alles das, was sich die Rats- und Geschäftsleute von einer anständigen Urlauberin erhoffen: Souvenirs kaufen, Sport treiben am Strand, Selfies mit anderen Touristen, Wasserparks besuchen und am Abend Spaß beim Tanzen haben. Die Botschaft ist klar: Der Urlauber hat die Wahl, wie er seine wertvollen Sonnentage im Jahr verbringt.

Magaluf ist für die Briten in etwa das, was für die Deutschen der "Ballermann" ist. Britische Zeitungen, TV-Sender und Online-Portale berichten regelmäßig über die Eskapaden ihrer Landsleute im mallorquinischen Sündenpfuhl. Die entsprechenden Hashtags in den sozialen Netzwerken machen aus Magaluf #Fuckaluf oder #Mamading. Nackedeis auf offener Straße und Halbstarke, die bei Sprüngen von Hotelbalkonen ums Leben kommen, sorgen regelmäßig für Schlagzeilen.

Auch an der Playa de Palma ist der zuständige Stadtrat in der Balearen-Hauptstadt fest entschlossen, das Image der Urlaubsdestination noch in diesem Sommer umzukehren. Mit exemplarisch hohen Geldbußen geht die Polizei seit einigen Wochen gegen Trinkgelage und Ruhestörung an der Partymeile vor. Für Palmas Bürgermeister José Hila ist die Sache eindeutig: "Touristen, die sich eine Woche lang betrinken wollen, brauchen wir nicht."

Deutsche Boulevard-Blätter haben das Thema längst aufgegriffen und machen sich über die mallorquinischen Bemühungen lustig. Rasende Online-Reporter filmen die Beamten bei der Arbeit und fragen spöttisch: "Wie viele Polizisten braucht es, um eine Musik-Anlage am Ballermann zu beschlagnahmen?"  /tg

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen


Leben

Ein Kran stellte den alten Waggon vor dem Kulturzentrum ab.
Waggon zu besichtigen: So sah Palmas Straßenbahn aus

Waggon zu besichtigen: So sah Palmas Straßenbahn aus

Die ausrangierte Straßenbahn steht noch bis Ende Januar im Kulturzentrum La Misericòrdia

Pollenças Kreuzwegkapelle erstrahlt in neuem Glanz

Über den Sommer wurden das Dach repariert und die Fassade restauriert

Unterwäsche-Lauf in Bunyola: Freibier, Selbstironie und ganz wenig Scham

Großer Ansturm bei der "Correguda en Roba Interior" am Samstag (17.9.)

MZ-Fotowettbewerb ´Mallorca und das Meer´ - das sind die Gewinner!

So unbeschwert ist es nur an der Küste: Mehr als tausend Fotos sind eingegangen

Gastromarkt San Juan steigt bei TaPalma 2016 ein

Gastromarkt San Juan steigt bei TaPalma 2016 ein

Zwölf Restaurants im ehemaligen Schlachthof s'Escorxador organisieren eigene Tapas-Route

Ruhe, Sport und Oktopoden

Ruhe, Sport und Oktopoden

Wer möchte, der hat es in Cala Sant Vicenç sehr beschaulich. Aber auch das Gegenteil ist möglich.

Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |