Sa Coma: Sogar bei schlechtem Wetter schön

Keine laute Musik, eine große Bucht, ein breiter Strand und sogar ein wenig Natur.

29.07.2016 | 14:24

Das gute Wetter hat an diesem Donnerstag (14.7.) eine Pause auf Mallorca eingelegt. Graue Wolken sind aufgezogen, die Temperaturen spürbar gesunken, und ab und an fällt sogar ein Regentropfen. Es ist noch nicht Wilhelmshaven, aber fast. In Sa Coma ist die Urlaubsstimmung ungetrübt. Zu gut gefällt es den Menschen hier an der Ostküste der Insel.

Petra und Udo Kreim aus Griesheim haben sich mitsamt Sohn, Schwiegertochter und zwei Enkelkindern trotzdem am Strand vergnügt und stellen sich nach dem Zusammenpacken ihrer Sachen freudestrahlend für das MZ-Foto auf. „Der Strand ist sauber, die Bucht ist schön, was will man mehr", sagt Petra Kreim. Für sie und ihren Mann ist es auch ein wenig eine Reise in die Vergangenheit. Sie sind erst zum zweiten Mal nach 30 Jahren hier – zurückgekehrt aufgrund einer Empfehlung aus dem Freundeskreis.

Viele Urlauber nutzen den Schlechtwetter-Tag für eine Radtour. Die gepflegte Promenade ist breit genug, um sich nicht mit den Fußgängern in die Quere zu kommen. Die Hotels dahinter sind hinter Palmenhainen fast verdeckt. Auch hier gibt es etwas zu gucken: Ein Arbeiter klettert die Palmen hoch und säubert sie. Die Kinder nehmen sich ein Blatt oder ein Stück Rinde zur Erinnerung mit.

Angela und Marco Blount haben sich einen Platz auf der Promenadenmauer gesucht und schauen sich das Treiben an. Es ist ihr letzter Tag in Sa Coma. Nach zwei Wochen geht es zurück nach Derby in England. „Es gibt hier nicht so viele Bars am Strand, es ist schön ruhig und nicht so kommerziell", sagt Marco Blount zufrieden. Sie waren das erste Mal da und können sich gut vorstellen wiederzukommen.

So wie Ulrich und Cornelia Krüger aus Dortmund. Sie sind bereits zum 13. Mal da, immer im Hotel Mediterráneo. „Es ist mittlerweile wie ein zweites Zuhause – man kennt uns", sagt Cornelia Krüger. „Wir wollen keinen Trubel und werden hier auch nicht belästigt", spielt Ulrich Krüger auf die vielen Verkäufer an, die andernorts manchen den Strand­besuch verleiden.

Diese Ruhe schätzen auch Annette und Maik Jähnel aus Rheinberg (Niederrhein) und ihre Tochter. Sie waren schon öfter auf Mallorca, aber sind zum ersten Mal in Sa Coma. Die guten Bewertungen ihres Hotels im Internet haben sie angelockt. Maik Jähnel gefällt vor allem die Sicht auf die unverbaute Bucht und ihre Wälder. „Es ist schön, auch noch einen Blick auf die Natur zu haben und nicht nur auf die großen Hotels", sagt er.
Viele Urlauber nutzen an diesem Tag den Wanderweg, der direkt hinter dem Strand ins Grüne führt. Andere haben sich für einen Bootsausflug entschieden, entweder nördlich Richtung Cala Ratjada oder südlich gen Cala Varques.

Die „Reisegruppe Hrnjak" ist auf der Insel geblieben und hat es sich an einer Düne am Strand gemütlich gemacht. Mit gleich vier Familien sind die Dortmunder nach Mallorca geflogen. „Reiseleiter" Sascha Hrnjak, der vor zehn Jahren schon einmal in Sa Coma war, hatte den richtigen Riecher – allen gefällt es. Besonders den Jüngsten der Gruppe. „Im Wasser sieht man sogar manchmal kleine Fische", freut sich der kleine Milan Opl. „Und es ist überhaupt nicht kalt", sagt die kleine Leni Hrnjak.

Und so haben trotz der Hitzepause alle einen schönen Tag in Sa Coma. Noch schöner ist es hier aber – da sind sich alle einig –, wenn die Sonne vom blauen Himmel in die weite Bucht scheint. /bst

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