Die „Juan Carlos I." ist in Palma

Das größte Kriegsschiff des Landes kann auch besichtigt werden. Anlass genug, sich einmal mit dieser Flotte zu beschäftigen

20.11.2016 | 16:51
Der Flugzeugträger Juan Carlos I ist in Palma zu sehen.

Kriegsschiffe in der Bucht von Palma: Am Freitag (18.11.) lief das Flaggschiff der spanischen Marine, die nach dem Alt-König benannte „Juan Carlos I." im Hafen ein. Eskortiert wird Spaniens einziger Flugzeugträger von der passend nach Alt-Königin getauften Fregatte „Reina Sofía". Nach dem Zwischenstopp in Palma brechen beide Schiffe am Sonntag (20.11.) von Mallorca aus zu einem Manöver im Mittelmeer auf. Gelegenheit dazu, die „Juan Carlos I." zu besichtigen, soll es am Freitag (15–17 Uhr) und Samstag (14.30 bis 17 Uhr) geben. Schaulustige sollten sich zeitig an der Mole Dic de l´Oest einfinden, der Andrang ist voraussichtlich groß. Die „Armada Española", die spanische Flotte, umfasst derzeit 93 Schiffe, 59 Luftfahrzeuge und mehr als 20.000 Soldaten. Wir stellen acht der Schiffe vor.

Juan Carlos I.

Typ: Flugzeugträger
Stapellauf: 8. März 2008
Länge / Breite: 231 / 32 Meter
Tiefgang: 7,9 Meter
Verdrängung: 26.000 Tonnen
Besatzung: 295 Mann, kann bis zu 1.200 Mann aufnehmen
Höchsttempo: 21 Knoten
Bewaffnung: Vier Flugabwehr­kanonen, zwei Maschinen­gewehre. Ein weiteres Raketen­abwehrsystem ist in Planung.
Besonderheit: Kann bis zu 30 Luftfahrzeuge aufnehmen.

Reina Sofía

Typ: Fregatte der F80-Klasse
Stapellauf: 19. Juli 1989
Länge / Breite: 138 / 14,3 Meter
Tiefgang: 8,6 Meter
Verdrängung: 3.900 Tonnen
Besatzung: 214 Mann
Höchsttempo: 29 Knoten
Bewaffnung: Zwei Drillingstorpedorohre, Bordgeschütz, Nahbereichsverteidigungssystem, Raketen­werfer für Boden-Luft-Raketen und Seezielflugkörper
Besonderheit: Sechs Schiffe dieser Klasse sind aktiv.

Álvaro de Bazan

Typ: Fregatte der F100-Klasse
Stapellauf: 31. Oktober 2000
Länge / Breite: 147 / 18,5 Meter
Tiefgang: 4,5 Meter
Verdrängung: 5.800 Tonnen
Besatzung: 201 Mann
Höchsttempo: 29 Knoten
Bewaffnung: Senkrechtstart­anlage für Flugkörper, zwei Vierfachstarter, zwei Torpedorohre, Bordgeschütz und sechs Kanonen
Besonderheit: Per „Seahawk"-Hubschrauber können U-Boote aus der Luft bekämpft werden.

Castilla

Typ: Amphibisches Angriffsschiff der Galicia-Klasse
Stapellauf: 14. Juni 1999
Länge / Breite: 165 / 25 Meter
Tiefgang: 6,2 Meter
Verdrängung: 13.000 Tonnen
Besatzung: 195 Mann, kann bis zu 767 Mann aufnehmen.
Höchsttempo: 20 Knoten
Bewaffnung: Zwei Oerlikon-Kanonen, sieben Maschinengewehre, sechs Täuschkörpersysteme
Besonderheit: Wurde gemeinsam mit den Niederlanden entwickelt.

Neptuno

Typ: Rettungsschiff der A-Klasse Amatista
Stapellauf: 24. März 1975
Länge / Breite: 56,85 / 11,6 Meter
Tiefgang: 4,5 Meter
Verdrängung: 1.600 Tonnen
Besatzung: 52 Mann
Höchsttempo: 13,5 Knoten
Bewaffnung:
Besonderheit: Das Rettungsschiff kann abgetauchte U-Boote in Not bergen. Durch die vorhandenen Radargeräte wird die Neptuno auch zur Minenabwehr eingesetzt.

Duero

Typ: Minenabwehrfahrzeug der M-Klasse Segura
Stapellauf: 28. April 2003
Länge / Breite: 54 / 10,7 Meter
Tiefgang: 2,5 Meter
Verdrängung: 550 Tonnen
Besatzung: 40 Mann
Höchsttempo: 14 Knoten
Bewaffnung: Oerlikon-Kanone
Besonderheit: Bis zu einer Tiefe von 300 Metern spüren die Radare die Minen auf. Das unbemannte Unterwasserfahrzeug Pluto Plus wird zur Entschärfung benutzt.

Juan Sebastián de Elcano

Typ: Segelschulschiff A-71
Stapellauf: 5. März 1927
Länge / Breite: 113,1 / 13 Meter
Tiefgang: 7 Meter
Verdrängung: 3.770 Tonnen
Besatzung: 197 Mann
Höchsttempo: 6 Knoten
Bewaffnung: Vier Maschinen­gewehre, zwei Salvengeschütze
Besonderheit: Das Schulschiff ist das drittgrößte Segelboot der Welt. In seiner langen Geschichte hat das Schiff bereits zehn Mal die Welt umrundet.

Tramontana

Typ: U-Boot der S-Klasse Galerna
Stapellauf: 30. November 1984
Länge / Breite: 67,9 / 6,8 Meter
Tiefgang: 5,4 Meter
Verdrängung: 1.490 Tonnen, 1.750 Tonnen beim Tauchgang
Besatzung: 60 Mann
Höchsttempo: 12 Knoten an der Oberfläche, 20,5 unter Wasser
Bewaffnung: Vier Torpedorohre, 16 Torpedos
Besonderheit: Das U-Boot kann bis zu 45 Tage lang maximal 300 Meter tief abtauchen.

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