Sapote auf Mallorca - diese Frucht ist hart im Nehmen

Das Obst stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Erntezeit auf der Ökofinca von Pep und Toni Casas bei Porreres ist zwischen Oktober und November

18.10.2017 | 16:31
Weit gereiste Zwillinge: Pep und Toni Casas bei der Ernte unter einem ihrer Sapotebäume.

Durch das Blattwerk fällt diffuses Licht – kein Wunder, auf der Finca bei Porreres wurden im Abstand von zwei Metern Bäume gepflanzt. Hier schufen Pep und Toni Casas ein Versuchsgelände für Bäume, die auf der Insel nicht so häufig vorkommen. Die beiden stammen aus der Nähe von Barcelona, sind 50 Jahre alt, Vegetarier und nun schon die Hälfte ihres Lebens auf der Ökofinca bei Porreres sesshaft.

Zuvor schauten sich die Zwillingsbrüder ausgiebig in der Welt um. Pep reiste nach Neuseeland, wo er eine in den hiesigen Breiten eher unbekannte Frucht kennenlernte – den Weißen Sapote (Casimiroa edulis bot., matazano oder zapote blanco span.). Dieser ähnelt grünen Äpfeln, auch beim Sapote isst man die Schale, er ist jedoch unregelmäßiger geformt. Jede Frucht enthält zwei bis fünf große Samenkerne. Das sie einhüllende Fruchtfleisch weist eine saftige, cremige Konsistenz auf, die wie eine Mischung aus Banane, Papaya und Pfirsich schmeckt.


Heute wachsen viele Bäume auf dem Grundstück

Wild kommt die Pflanze in Mexiko vor. Kultiviert wird sie in Guatemala, El Salvador und Costa Rica, im Süden Kaliforniens und, wie Pep Casas berichtet, in Neuseeland, von wo er vor vielen Jahren Samen mit auf die Insel brachte. Nach einem Jahr wurde ein stattlicher Setzling daraus, heute wachsen viele Bäume dieser Sorte auf dem Grundstück.

Sein Bruder Toni brachte von seinen Reisen nach Ecuador Erfahrungen mit dem dortigen zapote mit. Wird der Baum aus Samen gezogen, kann er wie seine wilden Verwandten dazu, eine Höhe von bis zu acht Metern zu erreichen. Auf die Produktion von Früchten ist eine Wartezeit von zehn Jahren angesagt. „Diese Zeit kann man verkürzen, in dem man den Sapote mit einem Ast von einem Baum veredelt, der schon einmal getragen hat", berichtet Toni.


Guter Boden für Obstbäume

Mit regelmäßigen Schnitten erreichten die Brüder außerdem, dass die Früchte größer ausfallen und die Bäumchen mit Stamm und Krone nur so hoch wachsen, dass sie die Früchte ohne Leiter vom Boden aus ernten können.

Da die Finca im Umland von Porreres liegt, eignet sich der Boden für Obstbäume, also nicht nur für Feigen und Aprikosen, sondern auch für die Bäume, die ursprünglich aus subtropischen Klima­zonen stammen. Der Sapote-Baum kann mühelos lange Dürreperioden überstehen und mag trockene, fast wüstenähnliche Bedingungen, bei denen es auch zu Minusgraden kommen kann.


Komplett ohne Chemie bewirtschaftet

Während des Sommers brauchen die Gewächse wenig Wasser, und auch die viele mediterrane Obstsorten schädigende Fruchtfliege kann mit dem Sapote nichts anfangen. Die Brüder aus Katalonien können ihre 4.000 Quadratmeter große Finca mühelos ökologisch bewirtschaften – auch ihre Avocado- und Pekannussbäume kommen ohne Chemie aus.

Pep züchtet nicht nur Bäume, er ist Pianist. Toni ist Therapeut für Cranio-Sacral-Therapie, er beschäftigt sich intensiv mit alternativen Heilmethoden. „Der Sapote ist nicht nur reich an Vitamin A und C", weiß er zu berichten. Die Frucht wird in der mexikanischen Volksmedizin gegen Bluthochdruck und wegen seiner beruhigenden Wirkung eingesetzt. Überreif geerntet verdirbt der Sapote schnell. Deshalb pflücken die Brüder die Früchte, so lange sie noch hart sind und empfehlen, sie in einer Plastiktüte ein paar Tage nachreifen zu lassen.

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