Art of Living: Wo Geiz gar nicht geil ist

11-09-2008  
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Frisch gewienerte Männerträume in Rot.
Frisch gewienerte Männerträume in Rot. DM

KARL-HEINZ EIFERLE Schon lange hat Mallorca sein Putzfrauen-Image abgelegt. Von den mediterranen Hotspots der Schönen und Reichen wie Monte Carlo oder Saint-Tropez ist die Insel aber immer noch ein großes Stück weit entfernt. Das, so hofft Carlos Batista, könnte sich bald ändern. Seit einem Jahr arbeitet der Chefmanager vom Pueblo Español mit seinem Team daran, eine auf den Balearen bislang einzigartige Messe vorzubereiten, bei der es nur um eines geht: Luxus pur.

Am 12. September ist es erstmals so weit. Im Rahmen der „Art of Living" genannten Veranstaltung präsentieren 45 auf Edelprodukte spezialisierte Firmen drei Tage lang ihre Angebote. Die reichen von sündhaft teuren Sportwagen und Juwelen über Haute-Couture für Mensch und Tier bis zu Privatjets, Kunstobjekten sowie millionenschweren Immobilien.

Rund 2.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche stehen dafür im Kongresspalast des Pueblo Español in Palma bereit. Doch während Automobile und Diamantcolliers noch vor Ort bestaunt werden, ist dies mit Yachten etwas schwieriger. „Im Prinzip könnten wir problemlos Yachten bis zu 40 Meter Länge bei uns ausstellen", sagt Batista. Aber zeitgleich finde eine renommierte Bootsmesse in Cannes statt, und mögliche Aussteller hätten bereits dort zugesagt. „Im kommenden Jahr klappt es aber bestimmt."

Ob Maseratis oder High-End-Hifi, alle Angebote haben eines gemeinsam: Sie sind richtig teuer. Und nur die allerwenigsten Besucher der Messe können sie sich leisten. Aber das, so Batista, tue der Luxusschau keinen Abbruch. Im Gegenteil. „Mallorca hat ein enormes Potenzial. Hier leben sehr viele, sehr reiche Menschen. Mallorquiner, Festlandspanier und jede Menge ausländische Residenten." Bei mehr als 20 Top-Hotels könne man auch davon ausgehen, dass viele finanzkräftige Urlauber auf der Insel sind, die eine weitere Zielgruppe der Messe darstellten.

Eingerahmt wird die Messe von zahlreichen Veranstaltungen und Events. Darunter eine VIP-Lounge für geladene Gäste, in der zu den Austern, so Batista, der beste Champagner der Welt serviert werde. Normalverdiener können sich am Sonntag ab 13 Uhr für 31 Euro an Livemusik und Brunch-Leckereien erfreuen.

Richtig abgehoben, und dies im wahrsten Sinne des Wortes, geht es beim „Dinner in the sky" zu, das seine offizielle Premiere in Palma feiert. 22 Personen werden dabei samt Tisch, Stühlen, Kellner und einer kleinen Küche auf einer fünf Tonnen schweren Plattform in den mallorquinischen Luftraum befördert. In etwa 50 Meter Höhe gibt es dann Tapas und Drinks. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen an diesem spektakulären Event teilhaben können. Deshalb haben wir bewusst auf mehrstündige Menüs verzichtet", erklärt Batista das Konzept. Auch der Preis für den 30-minütigen Snack sei mit 15 Euro sehr moderat.

Menschen mit Höhenangst oder einer schwachen Blase sollten sich besser auf dem Boden verköstigen. Aber auch dort lauern Gefahren. Weniger Betuchte sind gut beraten, zuerst nach dem zu Preis fragen, bevor sie sich ein Wasser genehmigen. Möglicherweise handelt es sich um ein 400 Euro teures Fläschchen, dessen kostspieliger Inhalt aus dem Himalaya stammt.

„Art of Living": Palacio de Congresos del Pueblo Español, 12. bis 14. September täglich von 10 bis 21 Uhr. Eintritt 10 Euro.

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