Mallorca- Skandale: Vorladung für Munar

Die frühere Präsidentin des Inselrats von Mallorca muss im Fall Can Domenge aussagen

22-10-2009  
Seite senden
Seite drucken
Text vergrössern
Text verkleinern

Eine der schillerndsten Figuren der Balearen-Politik, Maria Antònia Munar, ist nun ebenfalls ins Visier der Justiz geraten. Wie am Mittwoch (21.10.) bekannt wurde, ist die Präsidentin des balearischen Landesparlaments und Ehrenvorsitzende der Regionalpartei Unió Mallorquina (UM) für den 16. November als Beschuldigte im Fall Can Domenge vorgeladen worden.

Munar hatte als Vorsitzende der UM und Präsidentin des Inselrats viele Jahre die Inselpolitik bestimmt und gilt noch immer als einflussreiche Politikerin, die auch im derzeit regierenden Mitte-Links-Bündnis im Hintergrund die Fäden zieht. Über die Pläne zum Bau der Luxussiedlung Can Domenge in Palma wurde im Dezember 2005 entschieden. Damals war sie Inselratspräsidentin. Das 52.000 Quadratmeter große Gelände wurde für 30 Millionen Euro abgegeben, obwohl der Marktwert mit knapp 58 Millionen Euro berechnet worden war.

Die Staatsanwaltschaft hatte im Jahr 2007 nach der Anzeige eines Mitbewerbers, der trotz eines Gebots von 60 Millionen Euro leer ausgegangen war, eine Untersuchung eingeleitet. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Veruntreuung öffentlicher Gelder. Da die Hauptbeschuldigten, darunter der jetzige Tourismusminister Miquel Nadal (UM) und der stellvertretende Sprecher der konservativen Volkspartei (PP) im Inselrat, Fernando Rubio, Immunität genießen, hat sich inzwischen das balearische Oberlandesgericht des Falls angenommen. Wie die Untersuchungsrichterin argumentiert, hätten die Beschuldigten private Interessen vor das Allgemeinwohl gestellt und ohne nachvollziehbare Gründe auf Einnahmen in Millionenhöhe verzichtet.

Die Vorladung ist eine weitere schwere Belastungsprobe für das regierende Mitte-Links-Bündnis auf den Balearen, bestehend aus Sozialisten (PSOE), UM und dem Linksbündnis Bloc. Die Regionalpartei hatte im Frühjahr 2007 den Regierungswechsel ermöglicht und ihren früheren Koalitionspartner, die PP, in die Opposition verbannt. Inzwischen ist jedoch eine Reihe führender UM-Politiker in juristische Probleme verstrickt, was bei Sozialisten und Bloc für Unmut sorgt.

Bei der Unió Mallorquina wiederum fühlt man sich vorgeführt. Die Zeitung „El Mundo", die seit Jahren ausführlich über das Geschäftsgebahren und Privatvermögen der Politikerin berichtet, zitiert Munar mit den Worten: „Ich habe genug davon, dass Fiskus und Staatsanwalt in meinen Angelegenheiten wühlen." Ein Bericht des Inselrats an die Staatsanwaltschaft hatte vor kurzem eine Regierungskrise mit ausgelöst.

Die Staatsanwaltschaft untersucht derzeit weitere Fälle möglicher Korruption, die der Amtszeit von Munar als Inselratspräsidentin zuzuordnen sind. Im Fall Son Oms geht es um verdächtige Deals bei der Umwidmung von Grundstücken im gleichnamigen Gewerbegebiet in Palma. Ermittelt wird zudem wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Subventionen durch den Inselrat sowie auch beim Bau der Schnellstraße von Palma nach Manacor.

Bookmark
 
MZ-Wettbewerb Leser-Rezept



Schneeloch Bunyola - ein Dorf schreibt Geschichte

Von Brigitte Kramer

Ich melde mich zurück, ausgerechnet am schneereichsten Tag seit 56 Jahren. Es war natürlich Aufregung pur: Die Landstraße nach Palma und Sóller war gesperrt, wir konnten weder mit dem Bus noch mit dem Auto irgendwo hinfahren. Eigentlich war das zumindest am Samstag nicht nötig, denn an diesem Wochenende lag Bunyola ziemlich nah am Zentrum der Welt. Anrufe, Anfragen auf Facebook, Tweets und SMS strömten...

Karneval - ist am Aschermittwoch alles vorbei?

Von Pfarrer Peter Wehr

In Arenal, in Paguera oder an anderen Orten auf Mallorca werden auch in diesem Jahr Karnevalssitzungen oder Faschingsfeiern stattfinden. Ganz in dem Stil, wie viele es aus ihrer Heimat kennen. Doch wie es in dem bekannten Karnevalslied heißt: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Mit diesem Mittwoch, an dem man viele Spanier auf der Insel ...

Kommt nun bald die Zucker-Steuer?

Von Med-in-Mallorca

In den letzten 50 Jahren habe sich der Verzehr von Zucker verdreifacht, so die Ärzte. Es gebe einen direkten Zusammenhang zu Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes. Der Konsum sollte daher genauso besteuert und kontrolliert werden wie bei den herkömmlichen Genussmitteln Tabak und Alkohol. Zusätzlich zu einer Sonderbesteuerung schlägt ...


Esperando Contenido Widget ...

 


  LERNEN SIE UNS KENNEN:  KONTAKT |  REDAKTION |  ANZEIGEN-TEAM     WERBUNG:  TARIFE
mallorcazeitung.es gehört zur Verlagsgruppe  Editorial Prensa Ibérica
Die vollständige oder teilweise Verwendung der über dieses Medium angebotenen Inhalte ohne ausdrückliche Genehmigung der Mallorca Zeitung ist untersagt. Nach Gesetz LPI, Artikel 32,1, 2. Paragraf ist jedwede Reproduktion verboten.
 


  Aviso legal
  
  
Andere Medien der Gruppe Editorial Prensa Ibérica
Diari de Girona  | Diario de Ibiza  | Diario de Mallorca  | Empordà  | Faro de Vigo  | Información  | La Opinión A Coruña  |  La Opinión de Granada  |  La Opinión de Málaga  | La Opinión de Murcia  | La Opinión de Tenerife  | La Opinión de Zamora  | La Provincia  |  La Nueva España  | Levante-EMV  | Regió 7  | Superdeporte  | The Adelaide Review  | 97.7 La Radio  | Blog Mis-Recetas  | Euroresidentes