Die Welle der Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche in Deutschland hat auch den früheren Mallorca-Pfarrer Walter Eith erreicht. Der ehemalige Leiter der deutschsprachigen katholischen Gemeinde auf Mallorca musste am Dienstag (27.4.) seine Amtsgeschäfte niederlegen. Ein Betroffener hatte ihn bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart pädophiler Übergriffe beschuldigt. Dorthin war der Pfarrer Ende 2009 versetzt worden.
Eith soll sich nach Angaben der Diözese in den 70er und 80er Jahren an Jungen im Kindes- und Jugendalter vergriffen haben. Auf Mallorca seien keinerlei derartige Verfehlungen bekannt, hieß es am Mittwoch im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.
Eiths Vertrag auf Mallorca war Ende September 2009 nach nur zwei Jahren nicht verlängert worden. Die Versetzung stehe aber mit den jetzigen Vorwürfen in keiner Verbindung, so der Sprecher der Bischofskonferenz. Auf der Insel war der Pfarrer bei vielen Gemeindemitgliedern angeeckt, darüber hinaus wurden keine Vorwürfe gegen ihn bekannt. Gegen Eith wird kirchenintern ermittelt, ein Strafverfahren sei wegen Verjährung nicht eingeleitet worden, hieß es.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausgabe (MZ 521) oder hier.
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