Die Stadtverwaltung Manacor ist dem Ziel, die vom Abriss bedrohte Brücke von Porto Cristo an der Südostküste von Mallorca zu retten, einen entscheidenden Schritt weiter. So gelang eine Einigung mit den Anwohnern, die gerichtlich gegen den Bau vorgegangen waren. Ein Abkommen, das noch in dieser Woche unterschrieben werden soll, sieht eine Entschädigung in Höhe von knapp 500.000 Euro vor. Die Anwohner sichern im Gegenzug zu, die Klage gegen die Stadtverwaltung zurückzunehmen. Einen Kauf der Wohnungen hatte Manacor abgelehnt. Nun hat das Gericht das letzte Wort.
Betroffen sind insgesamt sieben Anwohner, deren Grundstücke von dem Bau in Mitleidenschaft gezogen wurden. So führt die Brücke bei einigen praktisch direkt über den Balkon. Der Abrissbescheid war zuletzt Ende 2010 gerichtlich bestätigt worden. Das Gericht drohte Bürgermeister Antoni Pastor (Volkspartei, PP) wegen Verzögerungen bei der Umsetzung des Urteils zudem mit einer Geldstrafe. Bei Demonstrationen hatten sich die Anwohner gegen einen Abriss ausgesprochen. Schließlich hatte sich auch das Balearen-Parlament im Sommer vergangenen Jahres mit einer Abstimmung hinter die umstrittene Brücke gestellt.