Ärzte und Lehrer planen Streiks gegen Sparpaket

Die balearische Landesregierung muss insgesamt 350 Millionen Euro einsparen

09-05-2012  

Der Protest auf Mallorca gegen die Sparpolitik der balearischen Landesregierung verschärft sich weiter. So wollen die Gewerkschaften im Gesundheitssektor Streiks organisieren, um die geplanten Einschnitte zu verhindern. Das kündigten Vertreter der Gewerkschaften CCOO und UGT nach Versammlungen am Dienstag (8.5.) an. Da die Politiker auf den bisherigen Protest der Bevölkerung nicht hörten, werde man sich spezielle Strategien ausdenken, um die Folgen der Einschnitte zu verdeutlichen, hieß es.

Für die kommenden Tage sind nun zahlreiche Protestaktionen geplant. Nach Versammlungen am Donnerstag (10.5.) in Krankenhäusern und Gesundheitszentren soll in der kommenden Woche eine Demonstration auf der Plaça d'Espanya in Palma stattfinden, bei der die Teilnehmer ganz in Schwarz erscheinen. Auf dem Programm stehen zudem eine Auto-Karawane sowie Mahnwachen.

Auch im Bildungssektor wird ein Streik erwägt. Die Gewerkschaften auf Mallorca prüfen, ob sie an einem spanienweiten Ausstand am 22. Mai teilnehmen werden. Am Donnerstag (10.5.) ist in verschiedenen Schulen ein lautstarker Protest mit Topf- und Pfeifkonzerten geplant.

Die Landesregierung hatte vor einer Woche angekündigt, die Krankenhäuser Joan March und Hospital General zu schließen und die Patienten in Räumlichkeiten des früheren Krankenhauses Son Dureta zu verlegen. Es handelt sich vorwiegend um Patienten mit chronischen Krankheiten. Weitere umstrittene Punkte des Sparpakets, mit dem insgesamt 350 Millionen Euro aufgetrieben werden sollen, sind die Erhöhung der Arbeitszeit der öffentlichen Angestellten, die Streichung von Gehaltszulagen oder die Reduzierung von Öffnungszeiten in Gesundheitszentren. Im Bildungssektor werden unter anderem die Klassenstärken erhöht, die Lehrer müssen zudem mehr Wochenstunden unterrichten.

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