Tourismusminister verteidigt Anstellung seiner Lebensgefährtin

Vorwurf der Vetternwirtschaft: Opposition fordert Rücktritt von Carlos Delgado

04-05-2012  
 Foto: Ramon

Der balearische Tourismusminister Carlos Delgado (Volkspartei, PP) hat die Vorwürfe rund um die Anstellung seiner Lebensgefährtin als Beraterin in seinem Ministerium zurückgewiesen. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen und würde es wieder tun", sagte der Minister gegenüber Medienvertretern am Donnerstag (3.5.). Die Anstellung sei ein weiterer Schritt, um Ressourcen zu sparen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Seine Lebensgefährtin Lourdes Reynés wechsle von einer Stelle, die nicht neu besetzt werde, damit würden 50.000 Euro eingespart. "Sie verdient weniger und muss mehr arbeiten."

Reynés war zunächst als Direktorin für institutionelle Beziehungen im Konsortium für die Modernisierung der Playa de Palma angestellt und verdiente dort ein Jahresgehalt von 50.464 Euro. Nun soll sie ins Tourismusministerium wechseln und ein Jahresgehalt von 46.200 Euro beziehen. Delgado verwies zudem darauf, dass er mit Reynés erst nach ihrer Anstellung bei der Landesregierung zusammengekommen sei und die Berater-Stelle im Tourismusministerium ohnehin besetzt werden musste. Das Scheidungsverfahren von seiner jetzigen Frau, von der Delgado getrennt lebt, läuft derzeit noch.

Die Opposition im Balearen-Parlament hatte nach Bekanntwerden der Personalie den Rücktritt des Ministers gefordert. Reynés sei ausgerechnet zu einem Zeitpunkt als Beraterin eingestellt worden, als die Landesregierung die Details ihres Sparpakets vorgestellt habe, so die Abgeordnete Joana Lluïsa Mascaró. Sie verwies zudem auf den Ethik-Code, den Balearen-Premier José Ramón Bauzá (PP) seinen Leuten verordnet hatte und der Politikern die Anstellung von Familienangehörigen verbietet. Auch die Sozialisten kritisierten Delgado scharf.

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