Geiseldrama in Algerien: Gecharterte Jets in Palma gelandet

In den beiden Flugzeugen der britischen Airline Monarch befanden sich 450 Mitarbeiter von Gas-Förderanlagen

19-01-2013  

Zwei gecharterte Jets vom Typ Boeing 757 der britischen Flug-Gesellschaft Monarch haben am Freitag (18.1.) 450 Arbeiter aus südalgerischen Gas-Förderanlagen zwischenzeitlich nach Mallorca gebracht. Hintergrund für diese Aktion ist ein Geiseldrama auf einer dieser Anlagen in Amenas, das am Samstag andauerte, bei dem allerdings am Mittwoch (16.1.) bei einem Angriff algerischer Sicherheitskräfte zahlreiche Menschen aus der Hand von Islamisten befreit worden waren. Es gab aber auch Tote unter den Geiseln. Auf Mallorca wurden die vor allem von den Philippinen und aus Indonesien stammenden Arbeiter in fünf Hotels untergebracht, bevor sie vor allem nach London und Dubai weiterflogen. Die Flugzeuge kamen aus In Salah, einer Wüstenstadt, die 700 Kilometer vom Ort des Geiseldramas entfernt liegt.

Es wurde damit gerechnet, dass in diesen Tagen weitere Flugzeuge mit Arbeitern aus jener Region in Palma de Mallorca landen. Der Flughafen befindet sich so nah wie kein anderer der EU an der Krisenregion.

Die südalgerischen Gas-Felder liegen in der Nähe des Staates Mali, wo französische Soldaten seit einigen Tagen massiv Islamisten bekämpfen, die offenbar zum Terrornetzwerk El Kaida gehören.

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