Neue Studie: Klimawandel wird Hochsaison verlängern

In den nächsten Jahrzehnten sollen auf Mallorca die Tage mit Durchschnittswerten über 15 Grad erheblich zunehmen

24.01.2013 | 13:50

Die "gute" Nachricht zuerst: Mallorca könnte vom Klimawandel profitieren. Laut einer jetzt vorgestellten Studie wird sich die sommerliche Hochsaison in den nächsten Jahrzehnten erheblich verlängern. Im Jahr 2020 soll demnach schon ab dem 1. April – und nicht wie heute neun Tage später – eine Durchschnittstemperatur oberhalb von 15 Grad erreicht werden, heißt es in der am Mittwoch (23.1.) vorgestellten Untersuchung der Universität Barcelona und der Stiftung "Empresa y Clima". Die Studie ist von der Euroregion Pyrenäen-Mittelmeer in Auftrag gegeben worden. Im November soll dann der Mittelwert sieben Tage länger als derzeit bei über 15 Grad liegen. Statistisch gesehen wird es dann erst ab dem 24. November kühler.

Im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte könnte sich diese Entwicklung noch verschärfen. Im Jahr 2050 wird es den Klimaforschern zufolge bereits ab Mitte März und noch in der ersten Dezember-Woche am Tag durchschnittlich über 15 Grad mild.

Kann Mallorca also unbekümmert in die Zukunft schauen? Natürlich nicht. Nicht wegen der globalen Auswirkungen und nicht wegen der großen Hitze, die im Hochsommer ausbrechen könnte. Denn das ist die "schlechte" Nachricht: Die Tage mit einer Temperatur über 30 Grad werden ebenfalls zunehmen – im Jahr 2020 wird dann davon der Zeitraum vom 17. Juli bis zum 30. August betroffen sein. 2050 dauert diese Hitze-Periode dann statistisch vom 27. Juni bis zum 7. September. Zudem könnte der Anstieg des Meeresspiegels um mehr als zehn Zentimeter etlichen Stränden den Garaus machen.

Und das ist dann schon weniger urlauberfreundlich.

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