Keine Immunität für spanischen Ex-Botschafter in Wien

Josep Pons weist die Vorwürfe sexueller Belästigung zurück

01.03.2013 | 14:14

Der Ex-Präsident von Real Mallorca und ehemalige spanische Botschafter in Wien, Josep Pons, soll in Österreich wegen mutmaßlicher sexueller Belästgung vor Gericht gestellt werden. Nachdem ein Gericht in Wien die Immunität von Pons nicht anerkannt hat, soll der Prozess nun am 14. März stattfinden. Die Immunität sei nicht auf private Angelegenheiten anwendbar, erklärte die Gewerkschaft UGT zu der Entscheidung. Die damalige Angestellte, die die Vorwürfe gegen Pons erhebt, ist Mitglied in der UGT.

Pons erklärte, dass sich das Gericht nur zu formellen Fragen, nicht aber zum Inhalt der Anzeige geäußert habe. Die Vorwürfe seien falsch. Er müsse auch nicht auf der Anklagebank Platz nehmen, es handle sich nur um eine Zivilklage, in der Schadensersatz in Höhe von 3.000 Euro gefordert werde. Pons hatte den verantwortlichen Gewerkschaftsführer wegen Ehrverletzung angezeigt.

Wegen des Falls war Pons im September 2010 nach nur drei Monaten als Präsident von Real Mallorca abgesetzt worden. Er fungierte zwischen 2008 und Sommer 2010 als Botschafter in Wien.

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