Touristikkonzern Orizonia entlässt 2.300 Mitarbeiter

Einige Jobs können durch den Verkauf von Unternehmensteilen gerettet werden

08.03.2013 | 10:15

Der vor der Zerschlagung stehende Touristikkonzern Orizonia auf Mallorca will spanienweit 2.329 Mitarbeiter entlassen. Das hat die Firmenvertretung am Donnerstag (7.3.) gegenüber den Gewerkschaftsführern angekündigt. Damit können mehr Jobs als ursprünglich geplant gerettet werden.

Waren ursprünglich alle rund 4.500 Stellen in Gefahr, werden nun 800 beim Touristikkonzern Globalia weiterbeschäftigt, der die Hotelkette Luabay von Orizonia übernimmt. Weitere 940 Mitarbeiter scheiden aus eigenem Willen aus, die meisten von ihnen, um zur Barceló-Gruppe zu wechseln, die die Reisebüro-Kette Vibo und die Airline Orbest von Orizonia übernimmt. Weitere 300 Mitarbeiter verfügten ohnehin nur über Zeitverträge, die nun nicht verlängert werden. Die Bedingungen der Massenentlassung werden nun mit den Gewerkschaftsvertretern ausgehandelt.

Der verschuldete Konzern war zwar vor kurzem vom Konkurrenten Globalia übernommen worden, zu dem unter anderem Air Europa und Viajes Halcón gehören und das als größtes Tourismusunternehmen Spaniens gilt. Doch dann wurde bekannt, dass Globalia nicht weiteres Geld bei Orizonia zuschießen wollte.

Orizonia war erst im Jahr 2006 gegründet worden und verfügt neben 950 Reisebüros in Spanien und Portugal mit der Fluglinie Orbest auch über eine Flotte von neun Flugzeugen. Die Hotelkette Luabay gehört mit elf Häusern in ganz Spanien ebenfalls zu Orizonia. Erst im Sommer vergangenes Jahres waren drei der Häuser in Cala Major bei Palma aufwendig renoviert worden.

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