Finca-Mord: Geständiger Ex-Gärtner täuschte Einbrüche vor

Der 45-Jährige gab zu, eine Reinigungskraft mit einem japanischen Schwert getötet zu haben

15.04.2013 | 09:42
Der mutmaßliche Täter am Mittwoch vor der Finca
Der mutmaßliche Täter am Mittwoch vor der Finca

Der im Zusammanhang mit dem Mord an einer Reinigungskraft auf einer Finca bei Bunyola festgenommene 45-jährige Ex-Gärtner soll Einbrüche vorgetäuscht haben, um seinen Job zu behalten. Andrés R. G. habe mehrfach Jalousien mit Gewalt von außen geöffnet, um den wohlhabenden Schweizer Eigentümern zu zeigen, dass seine nächtliche Anwesenheit nötig sei, hieß es bei der Guardia Civil am Sonntag (14.4.). Desweiteren soll er immer mal wieder mit einer Sport-Pistole in die Luft geschossen haben, um vorzutäuschen, dass Eindringlinge auf dem Gelände der Finca Can Polònia seien.

Der 45-jährige Andrés R. G. ist geständig. Nach Angaben der Ermittler gab der aus Inca stammende Spanier zu, die 52-jährige Reinigungskraft mit einem japanischen Schwert getötet zu haben. Die Guardia Civil geht davon aus, dass er dieses aus seiner Wohnung mitgebracht hatte und nach der Tat bei Port d'Alcúdia is Meer warf. Ein Stück des Schwertes wurde allerdings am Tatort gefunden.

Der Mann hatte zeitweise als Gärtner auf dem Anwesen gearbeitet. Nach Informationen der Ermittler hatte der Festgenommene heftigen Streit mit dem Opfer gehabt. Er soll die Frau beschuldigt haben, für seine Entlassung vor drei Monaten verantwortlich zu sein. Ins Visier der Ermittler geriet er, als er Polizisten am Mittwoch vor der Finca – ohne danach gefragt zu werden – mitteilte, dass er zum möglichen Tatzeitpunkt am Mittwoch um 8.30 Uhr in Port d'Alcúdia gewesen sei.

Am Mittwochvormittag (10.4.) hatte ein Hausmeister auf der etwa sechs Hektar großen Finca den leblosen Körper der Frau – eine Mallorquinerin aus Santa María del Camí – gefunden. Die Leiche lag in einer Blutlache, der Körper wies Stichwunden auf. Die Frau war an Blutverlust gestorben.

Erste Vermutungen, sie könnte bei einem Einbruch oder einem Beziehungsstreit getötet worden sein, waren noch am selben Tag verworfen worden. Offenbar hatte die Reinigungskraft dem 45-Jährigen vorgeworfen, wiederholt Prostituierte in die Finca gebracht zu haben. Außerdem soll er sich am Arbeitsplatz pornografische Internetseiten angeschaut haben.

Auf der Finca waren sechs Personen angestellt, die sich während der Abwesenheit der Besitzer um das Anwesen kümmern sollten. Die Finca befindet sich zwischen Bunyola und Santa María del Camí. Die Schweizer Eheleute besitzen laut Berichten von Lokalmedien ein Privatflugzeug sowie weitere Immobilien in anderen Ländern.

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