Palma prüft Verbot von Trinkgelagen an der Playa de Palma

Fünf Unternehmerverbände haben die Stadtoberen zum Handeln aufgefordert

05.04.2013 | 15:41
Palma prüft Verbot von Trinkgelagen an der Playa de Palma
Palma prüft Verbot von Trinkgelagen an der Playa de Palma

Die Stadtverwaltung von Palma prüft, öffentliche Trinkgelage in einem Bereich an der Playa de Palma ganz zu verbieten. Damit reagieren die Stadtoberen auf eine Forderung von fünf Unternehmervereinigungen auf Mallorca, darunter Verbände der Hoteliers, Gastronomen und Disco-Betreiber. Bisherige Versuche, mit Kampagnen und Appellen den Alkoholexzessen am Strandboulevard Herr zu werden, seien ergebnislos verlaufen, heißt es zur Begründung.

Ein Verbot von Trinkgelagen ist in einer Verordnung der Stadt Palma vorgesehen, die unter der Mitte-Links-Vorgängerregierung verabschiedet worden war. So können für bestimmte Bereiche im Stadtgebiet, in denen es zu Trinkgelagen kommt, strenge Auflagen erlassen werden. Dazu gehört neben dem Verbot von Alkohol- und Drogenkonsum auf offener Straße auch das Vorgehen gegen Lärm und Menschenansammlungen. Bislang gelten solche Auflagen für den Paseo Marítimo, wo es im Sommer immer wieder zu nächtlichen Trinkgelagen kam.

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Nun soll zunächst die Ortspolizei einen Bericht über die Lage an der Playa de Palma vorlegen, anschließend soll im Stadtparlament über das weitere Vorgehen diskutiert werden. In jedem Fall würde ein Verbot nur für einen bestimmten Zeitraum - Juli und August - sowie einen begrenzten Bereich - zwischen den Balnearios fünf und sechs - Sinn ergeben, heißt es bei den Unternehmern. Ein Verbot könnte auch nur für die Zeit zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens ausgesprochen werden.

Beim weiteren Vorgehen sei Fingerspitzengefühl gefragt, damit ein Verbot nicht kontroproduktiv sei, warnte Joan Pau Reus, der für das Gebiet der Playa de Palma zuständige Stadtrat.

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