Merkur will Casino im Schloss Bendinat auf Mallorca eröffnen

Das deutsche Unternehmen nimmt laut Medienberichten an einer Ausschreibung um eine Lizenz teil - Der Konkurrent plant eine Spielbank an der Playa de Palma

02.05.2013 | 15:10
Merkur will Casino im Schloss Bendinat auf Mallorca eröffnen
Merkur will Casino im Schloss Bendinat auf Mallorca eröffnen

Der deutsche Spielotheken-Riese Merkur will einem Bericht der Tageszeitung "El Mundo" zufolge im Schloss Bendinat auf Mallorca ein Casino eröffnen. Die Ausschreibung der Landesregierung, die nun die zweite Lizenz für eine Spielbank auf der Insel vergeben wird, endet am Montag (29.4.). Mitbewerber ist die baskische Unternehmensgruppe Nervión, die bereits das Casina in Porto Pi betreibt und ein zweites in einem noch zu bauenden Fünf-Sterne-Hotel an der Playa de Palma plant.

Merkur ist im vergangenen Jahr mit dem spanischen Unternehmen Dosniha fusioniert und betreibt zusammen mit diesem bereits mehrere Spielotheken auf Mallorca. Aufgrund der guten Anbindung an Deutschland und das im Parc Bit bei Palma konzentrierte technologische Know-how hat Merkur zudem einen Teil seiner Entwicklungsabteilung auf die Insel verlegt. Die Versuche des Unternehmens, in die Pferderennbahn Son Pardo in Palma zu investieren und die Trabrennbahn durch die Installation von Online-Glücksspielen und Spielsalons rentabler zu machen, sind bisher indes am Widerstand des Inselrats gescheitert.

Auch im Falle des zweiten Casinos schreiben Insider dem Konkurrenten Nervión die besseren Chancen zu. Denn der Ausschreibung zufolge sollen Projekte bevorzugt werden, die touristische Zentren beleben. Zudem handelt es sich bei dem Grundstück in Arenal, auf dem eine mit dem Bauträger des Einkaufszentrums Ses Fontanelles, Gabriel Alomar, in Verbindung stehende Unternehmensgruppe ein Luxushotel errichten will, um bebaubares Gebiet. Das Areal befindet sich daneben bereits im Besitz von Alomar.

Schloss Bendinat in der Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca hingegen steht unter Denkmalschutz. Es gehört derzeit einem Unternehmer aus Valencia, der es 2004 von der Familie des balearischen Tourismusministers Carlos Delgado erworben hat, aber schon seit 2008 wieder loswerden möchte. Merkur hat sich inzwischen eine Kaufoption gesichert, den endgültigen Erwerb allerdings an den Erhalt einer Spielbank-Lizenz geknüpft.

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