Neue Lärmschutzverordnung in Palma sieht horrende Strafen vor

In der Stadt darf es ab Herbst lauter zugehen - deutlich höhere Geldbußen

23.05.2013 | 14:04

Die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca plant eine neue Lärmschutzverordnung, die im Herbst in Kraft treten soll. Demnach wird der maximal zulässige Lärmpegel sowohl im Freien, als auch in den Gebäuden erhöht – und zwar teils bis um das Vierfache, da sich die Lärmbelastung für das menschliche Ohr mit einer Zunahme um jeweils rund drei Dezibel verdoppelt. Tagsüber sind dann drinnen 40 statt bisher 30 Dezibel und draußen 65 statt 60 Dezibel erlaubt, während die Höchstwerte nachts von 25 auf 30 Dezibel (drinnen) und von 50 auf 60 Dezibel (draußen) steigen.

Dafür sollen aber auch die Bußgelder gewaltig angehoben werden. Bislang waren je nach Schwere des Vergehens zwischen 150 und 600 Euro fällig, künftig sollen es zwischen 600 und 12.000 Euro sein, wobei bei Sofortzahlung ein Rabatt von 50 Prozent gewährt wird. Restaurant- und Barbetreiber, die sich nun besonders in Acht nehmen müssen, sollen zudem bei Verstößen eine Gnadenfrist von einem Monat bekommen, um in Sachen Lärmschutz nachbessern zu können.

Während zuhause zu laute Fernseher, Waschmaschinen, Partys, handwerkliche Arbeiten, aber auch zu lautes Stöhnen beim Sex teuer werden können, drohen draußen auf der Straße beispielsweise Strafen, wenn man nach 22 Uhr abends und vor 8 Uhr morgens Altglas in den dafür vorgesehenen Containern entsorgt. Bauarbeiten auf Straßen und an Gebäuden sind künftig nur noch zwischen 8 und 19 Uhr erlaubt. In touristischen Zentren (Palmas Altstadt und Playa de Palma) sind lärmträchtige Arbeiten von Juni bis September nur mehr zwischen 10 und 19 Uhr zulässig.

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