Unternehmer auf Mallorca fordern Königsyacht zurück

Weil Juan Carlos die ihm geschenkte "Fortuna" nicht mehr nutzen will, möchte sie die balearische Tourismusstiftung wieder haben

29.05.2013 | 10:10
Die "Fortuna" blieb zuletzt immer öfter im Hafen.
Die "Fortuna" blieb zuletzt immer öfter im Hafen.

Geschenkt ist geschenkt – oder doch nicht? Die balearischen Unternehmer, die Spaniens König Juan Carlos vor 13 Jahren im Namen der balearischen Tourismusstiftung Fundatur mit der Superyacht "Fortuna" eine besondere Freude bereiteten, wollen das Geschenk nun jedenfalls zurückfordern. Das hat die Stiftung am Montag (27.5.) einstimmig im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung beschlossen. Über die Zukunft des Schiffes wird letztlich allerdings der spanische Ministerrat zu entscheiden haben, nachdem der Verwaltungsrat für Staatsbesitz die zweckgebunde Nutzung in der vergangenen Woche aufgehoben hat.

Mitte Mai hatte der Monarch verkündet, das 41 Meter lange Schiff, dessen Kaufpreis einst bei 18 Millionen Euro lag, nicht mehr zu nutzen, und beauftragte die spanische Nationalstiftung, es "anderen Zwecken zuzuführen". Der König hatte die Yacht in den verganganen Jahren immer seltener genutzt, zuletzt war er im August 2012 an Bord gewesen. Dies hatte zum einen gesundheitliche Gründen. Zum anderen wollte Juan Carlos die krisengebeutelte Bevölkerung vermutlich nicht mit Ausflügen auf dem Luxusschiff, dessen Tankfüllung allein einen niedriegen fünfstelligen Betrag schluckte, provozieren.

Gestiftet wurde die Yacht von verschiedenen Tourismuskonzernen Mallorcas, darunter Sol Meliá, Barceló und Globalia, sowie von den Sparkassen "La Caixa" und "Sa Nostra".

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