Polizei beruhigt Mallorca-Urlauber per Twitter

Nach dem umstrittenen "Bild"-Artikel: Tweets in drei Sprachen versprechen sicheren Urlaub

28.06.2013 | 12:28
Polizei beruhigt Mallorca-Urlauber per Twitter
Polizei beruhigt Mallorca-Urlauber per Twitter

"Mallorca ist immer noch so wunderbar wie immer. 3.600 Polizeibeamten sorgen für einen sicheren #Urlaub. Wir warten auf Sie!", so die etwas holprige Übersetzung, mit der die Polizei auf der Insel Touristen nach dem reißerischen Artikel in der "Bild am Sonntag" beruhigen will. Auch eine spanische und eine englische Version der Kurznachricht wurde am Dienstag (25.6.) vom Twitterkonto der Policia Local aus verbreitet.

Der für Sicherheit zuständige spanische Staatssekretär Francisco Martínez wies ebenfalls am Dienstag die von der "BamS" erhobenen Vorwürfe zurück: Die Kriminalitätsrate auf der Insel sei nicht etwa gestiegen, sondern im Gegenteil leicht rückläufig. Zudem verwies Martínez auf eigens für die Sicherheit von Urlaubern entworfene Konzepte der Balearenregierung.

Umfrage: Sind die Zustände an der Playa so schlimm, wie von "Bild" beschrieben?

Der Vorsitzende der Hoteliersvereinigung von Mallorca (FEHM), Aurelio Vázquez, hatte bereits am Montag (25.6.) den Bericht der "Bild am Sonntag" über den Niedergang der Playa de Palma zurückgewiesen. "Die 'Bild" ist ein Sensationsblatt, das praktisch jährlich Reportagen dieser Art über Mallorca veröffentlicht", so Vázquez, der auch Generaldirektor der Hotelkette Iberostar ist. Mallorca sei ein qualitativ hochwertiges Reiseziel für Familien und Paare der Mittelschicht. In diesem Segment sei die Insel gut platziert.

Der Hotelsprecher räumte jedoch ein, dass es "konkrete Gebiete" mit einem anderen Kundenprofil gebe, denn "unter dem Dach des Tourismus ist Platz für das gesamte Spektrum". Die dortigen Probleme seien jedoch von geringer Bedeutung.

"Bild am Sonntag" hatte am Sonntag in einer vierseitigen Reportage mit dem Titel "Mallorcas dunkler Sommer" davon berichtet, dass das "17. Bundesland" in Folge der Wirtschaftskrise kippe. Gescheiterte Billigprostituierte und organisierten Banden machten die Playa de Palma unsicher. Die Reportage wurde in den mallorquinischen Lokalmedien ausführlich in den Montagsausgaben zitiert.

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