EU-Außenminister treten Euro-Skepsis entgegen

"Erklärung von Mallorca" in Anwesenheit von Premier Rajoy vorgelegt - Teilnehmer von Kronprinz Felipe empfangen

20.07.2013 | 15:17
Außenminister Westerwelle und Spaniens Ministerpräsident Rajoy
Außenminister Westerwelle und Spaniens Ministerpräsident Rajoy

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) und 15 europäische Amtskollegen haben sich bei einem Treffen in Palma de Mallorca für ein "starkes, wettbewerbsfähiges und engagiertes Europa" ausgesprochen. "Es gibt den festen Willen, Europa mit Entschlossenheit weiterzubauen", sagte Westerwelle am Samstag (20.7.) zum Abschluss eines zweitägigen "Runden Tisches zur Zukunft der EU".

Nach der Konferenz, die sich als Plattform europäischer Fürsprecher versteht, wurde eine gemeinsame "Erklärung von Mallorca" vorgelegt. Darin werden die Bürger Europas aufgefordert, bei den kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2014 "ein Votum für eine starke Reform- und Beschäftigungsagenda" abzugeben.

Westerwelle hob unter anderem die guten Beziehungen Deutschlands zu Spanien hervor und bedankte sich bei den Gastgebern auf Spanisch. Die Teilnehmer an der Konferenz wurden am Samstag von Kronprinz Felipe empfangen.

Zu Beginn des Treffens, zu dem Westerwelle und der spanische Außenminister José Manuel García Margallo eingeladen hatten, richtete der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy mahnende Worte in Richtung Berlin und EU: "Es reicht nicht, dass wir, einzelne Staaten, Reformen durchführen. Auch Europa muss sich reformieren, weil ein großer Teil der Lösung unserer aller Probleme bei den europäischen Entscheidungen liegt", sagte er in der Eröffnungsrede.

Etwa 100 Meter vom Tagungshotel Gran Meliá Victoria entfernt hatten sich am Freitagnachmittag rund 200 Demonstranten versammelt, die mit Masken, Sprechchören und Spruchbändern gegen Rajoy und die Sparpolitik protestierten.

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