Inselregierung ermöglicht Steinbrüche in Naturschutzgebieten

Neues Gesetz verlangt die Renaturierung von ausgebeuteten Übertage-Anlagen

18.07.2013 | 12:29

Auf Mallorca sollen künftig Steinbrüche und Bergbauprojekte auch in Naturschutzgebieten erlaubt werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die Balearenregierung am Mittwoch (16.7.) präsentierte. Allerdings handle es sich um Ausnahmeregelungen, die zahlreiche Genehmigungsverfahren erfordern und nur dann vergeben werden sollen, wenn das jewelige Projekt als "von allgemeinem Interesse" eingestuft werde. In diesem Fall müsse das entsprechende Unternehmen zudem ökologische Kompensationsleistungen vornehmen.

Auch die Betreiber von bereits existenten Steinbrüchen werden mit dem neuen Gesetz dazu verpflichtet, ihre Gelände nach deren Ausbeutung wieder in den natürlichen Ursprungszustand zu versetzen. Auf Mallorca gibt es derzeit 124 aktive Steinbrüche, auf denen jedes Jahr rund 2,4 Millionen Tonnen Gestein abgebaut wird – die Zahl der Arbeitsplätze im Bergbau beträgt 422 Stellen. Auch die 883 vor 1982 genehmigten Steinbüche auf der Insel, die bisher von der Renaturierungsvorschrift ausgenommen waren, müssen laut dem neuen Gesetz wieder in Stand gesetzt werden.

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