Kathedralen-Glocken reisen nicht nach Deutschland

Denkmalbehörde stoppt Reise aus Sorge um das mittelalterliche Geläut

31.07.2013 | 10:36

Die Glocken der Kathedrale von Palma de Mallorca gehen erstmal nicht auf die Reise in die deutsche Glockengießer-Werkstatt Lachenmeyer in Nördlingen (Schwaben). Nachdem die Denkmalbehörde des Inselrates bereits vor Wochen Bedenken angemeldet hatte, stoppte sie nun das Projekt vorerst ganz. Obwohl der Inselrat im Jahr 2010 die Restaurierung der Glocken in Deutschland genehmigt hatte, hat die Behörde nun Bedenken, dass die mittelalterlichen Glocken im Ofen der Werkstatt zusätzlichen Schaden nehmen könnten. Deshalb solle nun noch einmal genauer überprüft werden, welche Stoffe in jeder Glocke enthalten sind und welche Behandlung für welche Glocke am verträglichsten sei.

Fünf der neun Glocken sollten ursprünglich Ende Mai abgebaut und die größte, Aloy, durch das dafür abgedeckte Dach des Glockenturms abtransportiert werden. Die Denkmalbehörde bemängelte auch die Information über das provisorische Dach, das während der Zeit der Restaurierung das abgebaute Dach des Glockenturms ersetzen sollte.

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