Teer- und Ölflecke vor Mallorca: Kritik an Landesregierung wächst

Vermutet wird, dass ein Frachter Treibstoff abgelassen haben könnte

22.08.2013 | 09:44
Blick auf den verunreinigten Strand
Blick auf den verunreinigten Strand

Nach der Entdeckung mehrerer Öl- und Teerflecken entlang der Ostküste von Mallorca in den vergangenen Tagen wächst der Unmut und die Sorge bei Badegästen und Tourismus-Unternehmern. Die Oppositionsparteien im Balearen-Parlament forderten Umwelt­minister Biel Company (Volks­partei, PP) sowie die Küsten­behörde zu einer Stellungnahme auf. Der Umweltschutzverband Gob verlangte eine Untersuchung. Es sei verwunderlich, dass sich die Landesregierung trotz der technischen Möglichkeiten zur Beobachtung und Erforschung des Meeres bislang nicht zu den Problemen äußere, so ein Sprecher.

Zuletzt musste am Dienstag (20.8.) der Strand von Caló des Pou bei Cala d´Or (Gemeinde Santanyí) für kurze Zeit gesperrt werden. Am Samstag (17.8.) war die Cala Marçal (Gemeinde Felanitx) geräumt worden, weil unweit des Ufers ein knapp 200 Quadratmeter großer Öl- und Benzinfleck geortet worden war. Der Strand wurde am Sonntag wieder zum Baden freigegeben. Gesichtet wurden die Verschmutzungen vergangene Woche zunächst am Strand von s´Arenalet im Naturschutzpark Llevant (Gemeinde Artà), außerdem an den Stränden von Can Picafort (Santa Margalida), Sant Pere und Sant Joan (Alcúdia), sowie Es Tamarells in der Bucht von Pollença.

Vermutet wird, dass die gesichteten Ölreste auf dieselbe Quelle zurückgehen, die Ursache ist aber bislang unbekannt. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass ein Frachter illegal Treibstoff auf hoher See abgelassen haben könnte.

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