Kampf um Coca-Cola: Lager auf Mallorca soll bleiben

Mitarbeiter streiken weiter - Lieferungen vom Festland sorgen für Ärger

22.02.2014 | 08:42

Die Mitarbeiter der Coca-Cola-­Abfüllanlage auf Mallorca streiken weiter. Wie in einer Vollversammlung am Montag (17.2.) beschlossen wurde, soll der eine Woche zuvor begonnene unbefristete Arbeitskampf gegen die von Coca-Cola Iberian Partners geplante Schließung des Standorts auf Mallorca fortgesetzt werden. Der Gewerkschaft UGT zufolge ist die Streikbeteiligung weiterhin groß und „kratzt an der 100-Prozent-Marke".

Bei den Verhandlungen mit Iberian Partner hat die UGT indes einen ersten Erfolg erreicht. Wie am Dienstag (18.2.) bekannt wurde, zeige sich Iberian Partners bereit, die Lager in Palma und Asturien zu erhalten. Zu Zugeständnisse ist das Unternehmen zudem bereit, wenn es um die Zukunft der von den Fabrikschließungen in Palma, Alicante, Madrid und Asturien betroffenen Arbeiter geht: Um Kündigungen zu vermeiden, soll es mehr Frühpensionierungen, finanzielle Anreize für die Bereitschaft zur Versetzung und höhere Abfindungszahlungen geben.

Für Unmut bei der UGT sorgte indes, dass am Donnerstag (13.2.) Coca-Cola-Lieferungen vom Festland auf der Insel eintrafen. Dieses Vorgehen verstoße gegen geltendes Recht, da ein Unternehmen die Streikenden nicht durch Arbeitskräfte ersetzen dürfe, die vor dem Streik nicht zur Firma gehörten. Auf diese Weise sei das Ziel, die Produktion zu stoppen, bis die Cola-Bestände zu Neige gingen, nicht zu erreichen. Inzwischen haben die Mitarbeiter Anzeige bei der Arbeitsaufsicht erstattet. Coca-Cola Iberian Partners bestätigte die Vorgänge nicht, betonte aber, dass man sich stets innerhalb des rechtlichen Rahmens bewege.

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