Cabrera-Mitarbeiter müssen in Barracken hausen

Die Angestellten wurden ausquartiert, weil ihr Gebäude in eine Herberge für Touristen umgebaut wird

20.02.2014 | 14:53
Die Cabrera-Insel vor der Südküste Mallorcas.
Die Cabrera-Insel vor der Südküste Mallorcas.

Mitarbeiter des Nationalparks Cabrear an der Südküste von Mallorca klagen, dass sie in "heruntergekommenen Barracken" wohnen müssen, seitdem sie aus ihrer früheren Behausung ausquartiert wurden. Die nämlich will das balearische Umweltministerium in eine Herberge für Touristen umwandeln, damit diese künftig auf der kleinen Insel rund zehn Kilometer vor dem Küstenort Colònia de Sant Jordi auch übernachten können. Bisher ist dies nur Besuchern mit eigenem Boot möglich, die vor Cabrera ankern können.

Weil das einstige Gebäude für die Mitarbeiter, die wochenweise auf der Insel bleiben, zu diesem Zweck umgebaut wird, mussten sie auf verschiedene andere Behausungen ausweichen. Diese sollen sich den Angestellten zufolge allerdings in einem miserablem Zustand befinden – noch schlimmer als das frühere Gebäude, in dem ebenfalls bereits die Fenster undicht, die Fensterläden kaputt und die Wände von Feuchtigkeit durchzogen waren.

Der Abgeordnete der Més-Partei, David Abril, sagte am Dienstag (18.2.) im Parlament, dass der Umweltminister mit dieser Aktion die wenigen Mitarbeiter, die nach den Kürzungen noch auf Cabrera übrig seien, bestrafe. Zudem kritisierte der Grünen-Politiker, dass die Arbeiter nicht über das Vorhaben, eine Touristenunterkunft zu schaffen, informiert wurden.

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