Santa Eugènia boykottiert Coca Cola

Die Gemeinde reagiert damit auf die Entlassungen im Werk auf Mallorca

27.03.2014 | 11:28

Die Gemeinde Santa Eugènia im Zentrum von Mallorca will künftig keine Geschäftsbeziehungen mehr mit Unternehmen, die trotz Gewinnen Mitarbeiter entlassen. Die ursprünglich nur für Coca Cola vorgesehene und von der PP-Regierung des Ortes vorgeschlagene Maßnahme wurde in einer Gemeinderatssitzung am Dienstag (25.3.) auf Antrag der linken Opposition hin auf alle Großunternehmen erweitert, die trotz gut laufender Geschäfte Arbeitsplätze abbauen.

Bei den Festen und anderen Veranstaltungen der Gemeinde wird es künftig keinerlei Erfrischungsgetränke mehr geben, die von Coca Cola Iberia Partners hergestellt werden. Pro Jahr gab Santa Eugènia dafür bisher rund 12.000 Euro aus. Die 1.723 Einwohner umfassende Gemeinde will mit dem Boykott nun Solidarität mit den entlassenen Arbeitern der Abfüllstation in Palma zeigen.

Es ist nicht die erste Aktion dieser Art: Schon 2012 hatte der Gemeinderat seine Konten sowie Geschäftsbeziehungen zu Banken aufgelöst, die Zwangsräumungen durchsetzen.

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