Tödlicher Fahrradunfall: Sechs Jahre Haft für Autofahrer gefordert

Der Angeklagte war im November 2012 geflüchtet und hatte die Nummernschilder des Unfallfahrzeugs abmontiert

02.04.2014 | 18:47
Tödlicher Fahrradunfall: Sechs Jahre Haft für Autofahrer gefordert
Tödlicher Fahrradunfall: Sechs Jahre Haft für Autofahrer gefordert

Die Staatsanwaltschaft fordert nach einem tödlichen Fahrradunfall auf Mallorca im Jahr 2012 sechs Jahre Haft für einen 32-jährigen Autofahrer. Vorgeworfen werden dem Angeklagten, der sich seit Dienstag (1.4.) vor Gericht in Palma verantworten muss, fahrlässige Tötung, unterlassene Hilfeleistung sowie Dokumentenfälschung. Die Nebenanklage fordert für die gleichen Delikte sieben Jahre und neun Monate Gefängnis.

Zu dem Unfall war es am 11. November 2012 zwischen Can Picafort und Artà im Nordosten von Mallorca gekommen. Der Fahrer, der in der Nacht zuvor nach eigenen Angaben mehrere Gläser Wodka getrunken hatte, erfasste einen 54-jährigen Fahrradfahrer, der zusammen mit einer Gruppe unterwegs war, setzte seine Fahrt fort und wechselte anschließend die Nummernschilder seines Fahrzeugs aus.

Vor Gericht sagte der Angeklagte aus, dass er trotz des Alkoholkonsums "fit" gewesen wäre, vielmehr hätte ihn die Sonne geblendet. Er habe zunächst angenommen, ein Tier angefahren zu haben und deswegen seine Fahrt fortgesetzt.

Ein Gutachter der Polizei gab zu Protokoll, dass man keinen Alkoholtest habe vornehmen können, da der Mann zehn Stunden nach dem Unfall festgenommen worden sei. Zeugen sagten aus, dass das Fahrzeug zu schnell unterwegs gewesen sei. Die Fahrradfahrer seien zudem wegen der schrillen Farben ihrer Trikots nicht zu übersehen gewesen. Der Wagen habe das Opfer erfasst und 74 Meter mitgeschleift. Der Fahrer habe weder gebremst, noch habe er versucht, auszuweichen.

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