Streit um Rabattkarte: Volkspartei spricht von ´Nazi-Methoden´

Die Oppositionsparteien hatten zum Boykott der teilnehmenden Geschäfte aufgerufen

12.05.2014 | 18:47

Der Streit um eine Rabattkarte auf Mallorca, die die regierende Volkspartei (PP) für ihre Mitglieder ins Leben gerufen hat, kocht weiter hoch. Nachdem die linken Oppositionsparteien PSOE und Més am Wochenende zum Boykott der rund 300 Geschäfte und Unternehmen aufgerufen hatten, die PP-Mitgliedern im Besitz der sogenannten "tarjeta blava" (blaue Karte) Preisnachlässe verglichen, verglich Parteisprecherin Mabel Cabrer (PP) die Aktion am Montag (12.5.) mit Methoden des Dritten Reichs: "Das erinnert daran, wie die Nazis jüdischen Geschäfte mit Judensternen versahen", so die Politikerin.

Angesichts von "Drohungen" in den digitalen Medien gegen die beteiligten Geschäfte betonte die Politikerin zudem, bei der Teilnahme an der Rabattaktion handle es sich um freie und wirtschaftliche Entscheidungen der krisengebeutelten Inselunternehmer, die nicht zu politischen Repressionen führen dürfe.

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