Wohnungsbaustopp und bessere Wasserqualität für die Playa de Palma

Am Dienstag (19.8.) wurde die endgültige Version des Masterplans für das Urlaubsgebiet vorgestellt

21.08.2014 | 02:30
Wohnungsbaustopp und bessere Wasserqualität für die Playa de Palma
Wohnungsbaustopp und bessere Wasserqualität für die Playa de Palma

Jetzt fehlt nur noch die Genehmigung des Inselrats auf Mallorca: Am Dienstag (19.8.) hat der balearische Tourismusminister Jaime Martínez die endgültige Version des Masterplans für die umfassende Sanierung der Playa de Palma vorgestellt. Im Vergleich zu vorherigen Projekten nimmt er sich bescheiden aus: Gerade einmal 104 Millionen Euro will die Regierung in den kommenden zehn Jahren investieren. Deutlich höhere Summen werden von privaten Unternehmern erwartet: Diese sollen 365 Millionen Euro beisteuern.

Der Plan garantiert laut Martínez den Investoren Rechtssicherheit und betrifft zum einen die Hotels: Als Anreiz für mehr Qualität dürfen sie vergrößert werden, wenn das Haus gleichzeitig die Zahl seiner Sterne aufstockt. Häuser, die sich von drei auf vier Sterne steigern, dürfen um 20 Prozent wachsen, der Sprung von vier auf fünf Sternen wird mit 30 Prozent belohnt. Angesichts des begrenzten Platzes an der Playa de Palma geht es in beiden Fällen vor allem um den Ausbau "nach oben": Die Häuser dürfen bis zu sieben Stockwerke hoch sein. In Sachen Neubauten erhalten nur noch solche Unternehmen Genehmigungen, die Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels planen, diese dürfen maximal sechs Stockwerke haben.

Zudem darf nach Inkrafttreten des Masterplans kein neuer Wohnraum an der Playa entstehen: Auf freien Grundstücken können von nun an nur noch Hotels oder andere touristische Einrichtungen gebaut werden. Die Einwohnerobergrenze an der Playa wird von bisher 66.134 (22.045 Wohneinheiten) auf 39.111 (14.302 Wohneinheiten) reduziert. Da diese Obergrenze bereits erreicht ist, tritt der Baustopp für Wohnimmobilien unmittelbar in Kraft.

Eine weitere Priorität ist die Qualität des Meerwassers an der Playa de Palma. So will die Stadt Palma den Großteil der 104 Millionen Euro in die Erneuerung der Kanäle und Pumpen stecken, damit das Regenwasser nicht wie bisher ungefiltert in die Bucht fließt. Auch Abwasserkanäle und Kläranlagen sollen überholt werden. Bereits im kommenden Winter will Bürgermeister Mateo Isern (Volkspartei, PP) die Müllcontainer an der Promenade durch im Asphalt versenkbare Modelle austauschen lassen.

Der Inselrat wird dem Masterplan voraussichtlich Ende des Jahres seine Genehmigung erteilen.

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen

Lokales

Ermittler in der Wohnung.
Polizei untersucht Tod von Frau und ihrem 13-jährigen Sohn

Polizei untersucht Tod von Frau und ihrem 13-jährigen Sohn

Die leblosen Körper der beiden wurden am Freitagnachmittag (24.11.) in einer Wohnung in Palma de...

Fall Cursach: Kronzeugin ändert ihre Aussage

Fall Cursach: Kronzeugin ändert ihre Aussage

Wende im Korruptionsskandal: Die Frau gibt an, von Untersuchungsrichter und Staatsanwalt unter...

Notfallmelder für alle Opfer häuslicher Gewalt auf Mallorca

Betroffene Frauen sollen im Bedrohungsfall per Knopfdruck den Notfalldienst alarmieren können

Vermisster Mallorca-Deutscher: Kölner Polizei sucht Zeugen

Vermisster Mallorca-Deutscher: Kölner Polizei sucht Zeugen

Im Fall um das Verschwinden des 28-jährigen Kai Palma haben die deutschen Polizeibeamten Anfang...

Mallorca-Hotels knacken mit Oktober-Zahlen erstmals die Millionengrenze

Mallorca-Hotels knacken mit Oktober-Zahlen erstmals die Millionengrenze

Die Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt

15 Monate altes Mädchen stirbt nach Sturz aus Wohnung in Palma

15 Monate altes Mädchen stirbt nach Sturz aus Wohnung in Palma

Die Einjährige stürzte am Donnerstag (23.11.) mehrere Stockwerke in die Tiefe. Anscheinend war sie...

Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |